Solarwärmeanlagen wandeln das Sonnenlicht direkt
in Wärme um. Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung werden
so ausgelegt, dass sie im Sommerhalbjahr das Warmwasser erwärmen
und im Winterhalbjahr die konventionelle Heizung zuheizt. So werden
übers Jahr etwa 65 Prozent des Energiebedarfs von der Sonne
gedeckt.
Zunehmend werden Kombianlagen eingesetzt, die zusätzlich noch
einen Teil der Raumwärme mit Solarenergie decken, vor allem
im Herbst und im Frühjahr. Sie haben heute einen Marktanteil
von etwa 45 Prozent und liefern in gedämmten Häusern bis
zu 30 Prozent des Wärmebedarfs.
Künftig wird der Solarwärmeanteil in Gebäuden noch
weiter steigen, indem ein Teil der im Sommer gewonnenen Solarwärme
bis in den Winter gespeichert wird. Es gibt bereits mehrere hundert
Sonnenhäuser, die über 50 Prozent des Gesamtwärmebedarfs
solar decken. Künftig sollen die Anlagen noch effizienter werden
mit dem Ziel, das zu 100 Prozent mit Solarenergie beheizte „Solaraktivhaus"
bis 2030 zum Baustandard zu machen.
Künftig sollen Solarwärmeanlagen auch verstärkt
in Mehr-familienhäusern, Hotels, Krankenhäusern,Altenheimen
etc. eingesetzt werden.
Quelle: Dokumentation DStGB-N°71 des Deutschen Städte und Gemeindebundes: "Chance Solarenergie, Kommunale Handlungmöglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung". |