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FREILASSING (schu) - Bei den
Bürgersonnenkraftwerken Freilassing sind die für die beiden
ersten Photovoltaik-anlagen aufgenommenen Kredite zu rund 70 Prozent
getilgt. Das gab Vorsitzender Dominik Zauner auf der Jahreshauptversammlung
bekannt. Sein Vorschlag, sie gänzlich aus vorhandenen Mitteln
zurückzuzahlen, wurde einstimmig angenommen. Somit ist die
Gesellschaft schuldenfrei und kann in Zukunft erwirtschaftete Gewinne
an die Gesellschafter ausschütten.
Zweiter Vorsitzender Hermann Schubotz trug den Rechen-schaftsbericht
vor. Die Gesellschaft habe 32 Mitglieder und sechs Förderer
und betreibe drei Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Feuerwehrhauses
mit einer Gesamtleistung von 14,52 Kilowattpeak, die im Jahre 2009
mit 996 Kilowattstunden Strom überdurchschnittlich viel Strom
erzeugt hätten.
Die Gesellschaft verfolge den Zweck, regenerative Energiequellen
zu nutzen, insbesondere durch Sonnenkraft Strom zu erzeugen und
Solarstromanlagen auf Grundstücken in der Region zu errichten.
Das Interesse und Bewusstsein der Bürger an den originalen
Energiequellen wie Sonnenkraft, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie
soll geweckt und gefördert werden.
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Der wiedergewählte Vorstand der Bürgersonnenkraftwerke Freilassing
(von links): Hermann Schubotz, Ilse Fegg und Vorsitzender Dominik
Zauner.
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Schubotz erinnerte an den Kreistagsbeschluss
aus dem Jahre 2001, in dem eine Umstellung der Energieversorgung
auf erneuerbare Energien bis zum Jahr 2030 beschlossen wurde.
Er zitierte aus dem Zwischenbericht des Landratsamtes, dass es
in Freilassing 78 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung
von 1,1 Megawatt gebe.
Der Landkreis verbrauche insgesamt 373 Millionen Kilowattstunden
Strom, davon würden bereits drei Prozent aus Solarstrom-anlagen,
20 Prozent aus Wasserkraftanlagen und drei Prozent aus Biomasse-Kraftanlagen
ins Netz eingespeist. Der Rest werde mit österreichischem Strom
aus Wasserkraft gedeckt.
Die Solarstrom-Aktiven aus Freilassing und dem Landkreis verstehen
sich als Teil einer landkreisweiten Initiative und sind stolz, diese
Bewegung mit der Gründung im Jahr 2001 mit angeschoben zu haben,
und bewerben sich deshalb um einige der von der Stadt Freilassing
angebotenen Dächer zur solaren Nutzung.
Den Kassen- und Jahresbericht trug Schriftführerin IIse Fegg
vor. Nach dem Rechnungs-prüfungsbericht von Siegfried Popp
wurde der Kassenbericht angenommen und der komplette Vorstand entlastet.
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| Als Aktivitäten beschrieb Schubotz die auch
von Mitgliedern der Bürger-sonnenkraftwerke Freilassing unterstützten
Solarbastelkurse im Landkreis, den Besuch der Intersolar-Messe in
München und aktive Beteiligung an den Diskussionen und Informations-veranstaltungen
zum geplanten Biomasseheizkraftwerk in Freilassing, das inzwischen
über einen Bürgerentscheid abgelehnt wurde.
Uber die Internetseite www.sonnenkraft-freilassing.de werden die
Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit über die
Aktivitäten und Leistungen der Gesellschaft informiert.
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Die Webseite bekomme mittlerweile rund 1.400 Besuche
im Monat, teilte Schubotz mit. Die Seite wird weiter betrieben und
es soll ein Weg gefunden werden, die Erträge der Solaranlagen
transparenter zu machen.
Die übermäßige Reduzierung der Einspeisevergütung
nach dem EEG (Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien) zu Beginn
des Jahres und dann zum 1. Juli um insgesamt 25 Prozent kommentierte
Schubotz mit einem Artikel des Solarfördervereins aus Aachen
mit dem Titel „Der Todeskampf der Photovoltaik in Deutschland
und Torschlusspanik und Ende der kleinen PV-Anlagen".
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