Freilassinger Anzeiger vom 6. März 2010
Für Kooperation mit der Salzburg AG
Stadtrat befasst sich am Montag mit „heißem Thema"
 

FREILASSING (st) - Das Angebot der Salzburg AG auf Kooperation in Sachen Biomasseheizkraftwerk steht bei der nächsten öffentlichen Sitzung des Stadtrats am Montag, 8. März, 17 Uhr, im Sitzungszimmer des Rathauses zur Entscheidung an. Wie im Vorfeld zu hören war, will die Verwaltung eine Zusamnenarbeit mit dem Versorgungs-unternehmen des Nachbarlandes empfehlen. Kein wie auch immer gearteter Beschluss wird aber Auswirkungen auf die Zulässigkeit eines möglichen Bürgerentscheids haben. Das versicherte gestern Bürgermeister Josef Flatscher.

Die Verantwortlichen der Stadt erhoffen sich durch einen Verbund mit der Salzburg AG grosse Synergieeffekte. Wie der kaufmännische Werkleiter Franz Aicher im Vorfeld der Stadtratssitzung darlegte, kann damit auch in Spitenzeiten zur Gänze auf Öl und Gas verzichtet werden. Die Versorgung Freilassings habe absolten Vorrang, doch könne bei Uberschüssen die Wärme in das Salzburger Netz eingespeist rerden. Das Freilassinger Biomasse-Fernheizwerk könne damit wesentlich wirtschaftlicher betrieben werden, was letztlich auch dem Endkunden durch einen günstigeren Preis zugute komme.

Bei der Stadtratssitzung am Montag wird zunächst vorgestellt, was die Prüfung der ökonomischen und ökologischen Vorteile eines Wärme-verbunds ergeben hat. Mit dieser Prüfung hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt. Dann geht es konkret um die Kooperation mit der Salzburg AG. Zur Debatte stehen unter anderem die technischen Grunddaten, die sich im Falle einer Zusammenarbeit mit Salzburg ändern.

Unter anderem wird das Werk, so es realisiert wird, eine etwa doppelt so hohe Leistung haben wie das bisher geplante. Das ermöglicht auch den Einbau einer Rauchgaskondensierung. Bei aller Ökologie spielt natürlich auch die Ökonomie eine wesentliche Rolle.

Die Vorstellung und Genehmigung der Wirtschaftlichkeitsberechnung ist deshalb ein zentraler Punkt in der Diskussion. Schließlich erwartet die Besucher noch die Entscheidung über die Eckwerte für eine Kooperation mit der Salzburg AG. Wie zu erfahren war, soll eine Gesellschaft gegründet werden, in der die Stadt Freilassing 51 Prozent der Anteile hält, die Salzburg AG 49. Neben der Kooperation steht auch noch eine weitere Entscheidung an.

Hier geht es um den genauen Standort für das Biomasse-heizkraftwerk. Bisher war ja nur grob das Gebiet im Bereich des Klärwerks ins Auge gefasst, wobei noch kein Beschluss für ein konkretes Grundstück gefasst wurde.
„Wir wollen unser Biomasseheizkraftwerk voranbringen", machte Bürgermeister Josef Flatscher gestern deutlich. Er zeigte sich überzeugt, dass sich die Freilassinger auch im Falle; eines Bürgerentscheids für dieses zukunftsweisende Projekt aussprechen werden.

Für die nähere Zukunft von großer Bedeutung ist der erste Punkt der Tagesordnung am Montag. Dabei geht es um die städtischen Finanzen. Die Sanierung der Schulen wird ein großes Loch in die Hauhaltsmittel reißen. Dennoch will die Stadt die freiwilligen Leistungen nicht kürzen. „Wir wollen damit auch zum Ausdruck bringen, wie wichtig uns ehrenamtliches Engagement zum Beispiel in den Vereinen ist", so Flatscher.

Schließlich steht auch noch die Neufassung der Stellplatzsatzung auf dem Programm. Einige Vorschriften sollen dabei bürgerfreundlicher abgefasst werden.

 
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