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FREILASSING - In der Diskussion um das geplante
Biomasseheizkraftwerk in Freilassing haben Stadt und Stadtwerke auf
Behauptungen der Ortsgruppe des Bund Naturschutz reagiert, der Bedarf
an Hackschnitzeln sei nicht aus der Region zu decken. „Es bleibt
der BN-Ortsgruppe unbenommen, sich gegen das Projekt auszusprechen",
so Bürgermeister Josef Flatscher in einer Pressemitteilung aus
dem Rathaus. „Selbst wenn sie sich damit in Widerspruch zum
Klimaschutzbündnis ihres Dachverbands BUND stellt." Statt
Opposition in alle Richtungen solle die Ortsgruppe jedoch das geplante
Projekt aus einer realistischen Perspektive, unter Einbeziehung aller
relevanten Aspekte, betrachten. Auch wenn die nötige
Menge an Hackschnitzeln - unabhängig davon, ob das Projekt
alleine oder in Partnerschaft mit der Salzburg AG realisiert wird
- nicht vollständig aus dem Gebiet der Waldbesitzervereinigung
Laufen/Berchtesgaden gewonnen werden könne, wolle man so viel
Biomasse wie möglich aus der näheren Region beziehen.
Holz sei in jedem Fall ein einheimischer Rohstoff, im Gegensatz
zu Erdöl und Erdgas, die aus tausenden Kilometern Entfernung
transportiert werden müssten. Im Gegenzug gehe das dafür
aufzuwendende Geld auf Nimmerwiedersehen in Regionen wie den Nahen
Osten oder nach Russland, während das Biomasseheizkraftwerk
die Wertschöpfung in Freilassing und der Region halte.
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„In Bayern gibt es über 400 Biomasse-heizkraft-
beziehungsweise Biomasse-heizwerke, von den vielen häuslichen
Anlagen wie Kachelöfen mal ganz abgesehen, dazu viele weitere
Anlagen der regenerativen Energieerzeugung", so Franz Aicher
von den Stadtwerken Freilassing. „Bei allen Projekten ist
neben Klimaschutz und Versorgungssicherheit die regionale Wertschöpfung
ein wesentlicher, positiver Aspekt. Ich frage mich, warum das in
Freilassing anders sein sollte."
In der Forderung von BN-Ortsgruppe und den Initiatoren des Bürgerbegehrens
nach einem Vorrang für Wärmedämmung sieht die Stadtspitze
kein taugliches Argument gegen das Heizkraftwerk. Keine Energie
zu verbrauchen sei natürlich die beste Lösung, jedoch,
so Bürgermeister Flatscher: „Vom Fasten alleine wird
man nicht satt. Jeder Organismus braucht eine bestimmte Menge Energie,
so auch eine Stadt, ihre Bürger und ihr florierendes Gewerbe.
Diesen unvermeidlichen Energiebedarf wollen wir künftig verstärkt
aus regenerativen Stoffen decken- und nicht mehr aus den immer knapper
werdenden Rohstoffen Gas und ÖL. Das ist verantwortliche Energiepolitik
im Sinne der künftigen Generationen."
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