Die Unkultur der Nicht-Kommunikation
Im Zusammenhang der anstehenden Diskussionen zur Errichtung eines
Biomasse Heizkraftwerkes in Freilassing muss ich deutlich sagen,
dass alle Beteiligten einen Mangel an Kommunikationsfähigkeit
aufweisen.
Zu einer der wichtigsten Zukunftsfragen unserer Stadt, der Wärme
und Energieversorgung, werden voreilige Beschlüsse gefasst,
ohne die Bevölkerung umfassend zu informieren. Da werden Angebote
zum Gespräch nicht angenommen, Standpunkte durchgepaukt, mit
Halb-Wahrheiten gearbeitet, Briefe und Fragen nicht beantwortet,
auf Vorschläge nicht eingegangen, sondern einfach ignoriert,
denn wir haben ja die Mehrheit im Stadtrat, so einfach geht es nun
aber nicht. Jetzt droht ein Bürgerentscheid, der die Bevölkerung
ähnlich wie beim Freibad in zwei Teile teilt. Damals ging es
80 zu 20 Prozent gegen den einstimmigen Beschluss des Stadtrates,
ist hier eine ähnliche Niederlage zu erwarten ?
Warum wird nicht über alle Varianten und die dahinter stehenden
Intentionen wie nachhaltige ökologische Energieversorgung oder
auch ein Salzburg-Verbund ausführlich und mit offenen Karten
informiert, so das der interessierte Bürger weiß, worauf
er sich dann einlässt ?
Warum setzen sich nicht alle Beteiligten an einen Tisch, und besprechen
die anstehenden Themen in aller Offenheit und informieren die Bevölkerung
über die Ergebnisse ?
Die Medien stehen bereit, diese Informationen über Presse
und Rundfunk und Fernsehen zu verbreiten, so dass sich jeder Freilassinger
Bürger und auch Wärmekunde informiert fühlt.
Also Leute redet mehr miteinander, anstatt euch beleidigt zurückzuziehen.
Hermann Schubotz, Freilassing
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