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Tittmoning (schu) Im
Tittmoninger Ferien-programm hat heuer Hermann Schubotz von der Solarinitiative
BGL einen Solarbastelkurs für Kinder angeboten, und dies mit
vollem Erfolg: 29 Buben und Mädchen trafen sich am Haus der erneuerbaren
Energien und übten sich in der Tradition der Tittmoninger Bootsbauer.
Nur sollten diese mit moderner Technologie ausgestattet werden und
sich mit der Kraft der Sonne bewegen.
Die jungen Bootsbauer hatten viel Spaß beim Basteln von Solarbooten
und konnten gleichzeitig erkennen, dass die kostenlos zur Verfügung
stehende saubere Energie aus der Sonne in brauchbares Spielzeug
umgesetzt werden kann. Die fertigen Solarboote aus einer Fischdose
und Karton bestanden ihren Tauglichkeitstest im angrenzenden Teich,
indem sie ohne fremde Hilfe ihre Runden fuhren, allein mit der Kraft
aus dem Sonnenlicht. Die Energie kam aus einer kleinen Photovoltaikzelle,
die mit dem erzeugten Strom einen kleinen Elektromotor antrieb.
Das Hans am Wasserkraftwerk wurde kurzfristig zur Bootswerft umfunktioniert.
(Unter dem Schatten der grossen Bäume am Haus der erneuerbaren
Energien empfahl Kursleiter Hermann Schubotz mit seinen beiden Helfern
aus Oberösterreich und Bad Reichenhall, die benötigten
Teile ganz im Stil eines Ingenieurs nach den vorgelegten Bauplan
erst mit dem Lineal auszumessen und anzuzeichnen und erst danach
das Material aus Gurken- oder Spargel Karton mit der Schere auszuschneiden.
Das Werk sollte gerade ausgerichtet und ordentlich verarbeitet werden,
denn die Solarboote sollte eine Weile in Funktion bleiben und auch
den Erbauern ein verdientes Lob der Familien einbringen. )
Zunächst maßen die Solarbauer die Abdeckung für
die mitgebrachte leere Fischdose fachgerecht aus, schnitten sie
aus uns klebten den Deckel mit einer Heissklebepistole auf der Dose
fest und verschlossen sie damit wieder. Somit entstand ein wasserdichter
und schwimmfähiger Bootskörper. Für diesen Rumpf
bastelten die Kinder zwei aus mehreren Teilen bestehende Halterungen
für die Photovoltaik Zelle und den Solarmotor und klebten sie
dann gerade ausgerichtet auf der Fischdose fest.
Immer wieder wurden die vorgelegten Musterteile untersucht, damit
die Ständer und Stabilisatoren an der richtigen Seite der Halterung
angeklebt wurden und nach ordentlicher Facharbeit aussahen. Die
mitgelieferten Strohhalme wurden genau in der Mitte durchgeschnitten
und der roten Antriebspropeller mit Klebe und Geschick an einem
Ende festgeklebt. (Solange die Klebe noch weich war, konnte der
Propeller direkt in Richtung des Strohhalmes ausgerichtet werden,
damit das Solarboot später auch möglichst gerade fuhr).
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Die Kinder bastelten eifrig an ihren Solarbooten. Die Boote aus
einer Fischdose, Gurkenkarton, Strohhalmen und Solarzelle mit Solarmotor
fuhren bei Sonnenlicht über den Fischteich. Foto: Schubotz
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Den kleinen, gut 20 Gramm schweren Elektromotor Motor klebten
die jungen Schiffsbauer auf die Halterung und achten darauf, das
er nicht am Bootsrand schrammte und damit die Antriebsenergie verloren
ging.
Aus Sicherheitsgründen lötete der Kursleiter Hermann
Schubotz die Solarzellen an den beiden Drähten des Motors fest
und befestigte diese Zelle nun auf der Halterung. Das einfallende
Sonnenlicht erweckte die Solarboote sofort zum Leben.
Der Stromfluß von der Solarzelle zum Motor funktionierte,
die Schraube drehte sich in der Luft. Schnell erkannten die Solarbastler,
dass das einfallende Sonnenlicht die Photovoltaikzelle anregte,
Strom zu erzeugen und dieser den kleinen Motor antrieb. Nun ging
es im Eilschritt zum Fischteich, um die Boote in ihrer eigentlichen
Funktion zu testen. Alle Boote bestanden den Test.
Als Besonderheit bei diesem Solarbastelkurs erwies sich die Tatsache,
dass selbst der für die Heissklebepistole und den Lötkolben
benötigte Strom aus erneuerbaren Quellen stammte, denn der
Strom wurde nämlich direkt aus der Wasserkraftturbine angezapft.
Die jungen Solarbastler aus Tittmoning und Oberösterreich
konnten auf praktische Art erleben, wie man die kostenlose Sonnenenergie
auch im täglichen Leben wie hier beim Basteln von Spielzeug
nutzbar machen kann. In der Pause zeigte Hermann Schubotz den Kindern
die am Haus angebrachten Tafeln und erklärte, das es neben
der Sonnenenergie noch weitere erneuerbare Energieformen gibt, wie
Elektrizität Strom aus Wind und Wasserkraft und Wärme
und Strom aus Biomasse aus Holzabfällen und auch das Energiesparen
ein wichtige Rolle spiele. Weitere Informationen zu Solarbastelkursen
und mehr Fotos sind auf der Internetseite www.solarbasteln.de zu
finden. -schu- |
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