| |
Meine Anträge zur Bürgerversammlung sind nicht der Energiesituation
entsprechend behandelt worden. Ausgehend von dem bekannten Wissen
über den Klimawandel und die zu Ende gehenden fossilen Energien
hatte ich drei Anträge gestellt.
1. Der Energiebedarf muss als erster Schritt durch Wärmedämmung
und Energieeffizienz drastisch reduziert werden. Wie Beispiele zeigen,
kann der Wärmebedarf auf nur noch 20% herunter gefahren werden.
Dazu soll den Anschlusswilligen an eine Wärmenahversorgung
eigene Freilassinger Fördermaßnahmen angeboten werden.
2. Es ist zu prüfen, ob es für den Restbedarf an Wärme
günstigere und wirklich CO2-freie Energieversorgungssyteme
gibt, wie z.B. eine solarbasierte Energieversorgung für Strom
und Wärme. Die überschüssige Wärme im Sommer
kann in grossen Wärmespeichern gespeichert und dann im Winter
an die Wärmebezieher abgegeben werden. Diese Tanks fungieren
wie Wärme-Banken, wo im Sommer Vorräte anlegt und diese
im Winter verbraucht werden. Die Masse des Wärmebedarfs soll
über die Sonnenenergie erzeugt werden, die kostenlos ist, die
CO2-frei ist, die auf Dauer zur Verfügung steht, und nur intelligent
gelagert und verteilt werden muss.
|
3. Die Bürger und Hausbesitzer Freilassings
sind von Anbeginn und umfänglich in den Informations- und Entscheidungsprozess
einer Energieversorgung für ganz Freilassing mit einzubeziehen.
Bei solch einer wichtigen Weichenstellung für die Energiezukunft
der Stadt Freilassing und seiner Bürger und Investitionen in
Millionenhöhe für die nächsten Jahrzehnte ist es
zu kurz gegriffen zu sagen, 'weg vom Öl und hin zum Holz',
ohne eine Reduzierung des Energiebedarfes zu diskutieren und ohne
andere, Kosten günstigere und Klima freundlichere Energiesysteme
zu untersuchen, wie eben die rein Solarbasierte Wärmeerzeugung.
Diese drei Anträge in einem Aufwasch durch eine Handvoll Befürworter
und Ablehner bescheiden zu lassen, wird dem Ernst der Energielage
in Freilassing nicht gerecht. Die Betroffenen sollen zu Beteiligten
gemacht werden. Alle Freilassinger Wärmeverbraucher sind Betroffene,
also beteiligen wir uns an der Energiediskussion und entwickeln
ein optimales Energiekonzept für die Zukunft der Stadt Freilassing.
Hermann Schubotz, Freilassing |
|