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Inzell (schu) Für das Inzeller Ferienprogramm hat Solarpionier
Hermann Schubotz aus Freilassing einen selbst entwickelten Solarbastelkurs
für Kinder angeboten. Aufgrund der großen Zahl von Anmeldungen
wurden die Kinder auf drei Kurse verteilt, an denen sich mehrere
Helfer als Solar- Assistenten beteiligten . Die insgesamt 41 Kinder
aus Inzell lernten auf spielerische Art den umfassenden Einsatzbereich
der uns kostenlos zur Verfügung stehenden und auf Dauer gewährleisteten
sauberen Energie aus der Sonne kennen und nutzen.
Zuerst mussten die jungen Inzeller Buben und Mädchen eine
leere Fischdose fachgerecht mit einem sauber ausgeschnittenen Teil
eines Gurkenkartons bekleben und damit wieder verschließen.
Auf diesen Bootskörper klebten die Kinder zwei aus mehreren
Teilen bestehende Halterungen für die Photovoltaik Zelle und
den Solarmotor. Sie durften nicht einfach drauf los schneiden, sondern
mußten nach Art des Ingenieurs diese Teile zuerst ausmessen,
dann anzeichnen und erst dann ausschneiden. Immer wieder wurden
die vom Kursleiter Hermann Schubotz vorgefertigten und bereitgestellten
Musterteile begutachtet, damit die Flügel und Ständer
an der richtigen Seite angebracht und gerade ausgerichtet wurden.
Den Antriebspropeller klebten die Kinder mit Geschick auf einen
halbierten Plastikstrohhalm und achteten darauf, dass er akkurat
senkrecht stand, damit dass Solarboot später nicht zu sehr
schlingerte. Den Motor klebten die kleinen Bastler auf der Halterung
an und prüften dann die Schiffsschraube auf leichte Beweglichkeit.
Der Kursleiter lötete nun die vorgefertigten etwa 25 Quadratzentimeter
großen und leicht zerbrechlichen Solarzellen an den Leitungen
des Motors fest. Damit war der spannende Augenblick des Licht-Testes
gekommen. Funktionierte der Stromfluß, drehte sich die Schiffsschraube
und war sie beweglich genug? Die fehlende Sonne im Schatten ersetzte
man durch eine Lampe, unter der nun die Kinder ihre selbst gebastelten
Schiffchen hielten Bei allen drehte sich die Schiffsschraube sofort.
So konnten die jungen Solarbastler hautnah und durch eigenes Tun
erkennen, dass aus Licht Strom erzeugt wird und damit Motoren oder
andere Maschinen angetrieben werden können.
Die Photovoltaikzelle klebten der Kursleiter nun auf der Halterung
fest und nun ging es zum zweiten Test, nämlich der Seetauglichkeit.
Denn was nutzt das beste Solarboot, wenn es beim Wassertest kentert
oder voll Wasser läuft oder erst gar nicht fährt. Auch
diesen Test bestand alle Inzeller Solarboote im Brunnen vor dem
Rathaus auf Anhieb und fuhren im Brunnen hin und her.
An dem Beispiel der Schiffe aus Recycling-Materal wie Fischdose,
Obstkarton, Strohhalmen und Solarmotor mit Solarzelle lernten die
Kinder, wie man die kostenlose Sonnenenergie nutzen kann, um daraus
selbstgebasteltes Spielzeug herzustellen, das nicht teuer sein muß.
Weitere Informationen gibt es unter www.solarbasteln.de. -schu-
Foto: Stolz zeigen die Kinder ihre Solarboote, die sie bei guten
Lichtverhältnissen im Swimmingpool oder Teich fahren lassen
können. Foto: Schubotz
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