Lokalpresse vom 2. September 2009
Sonnenbetriebene Schiffe bevölkern den Rathausbrunnen
Solarinitiative BGL bringt Kindern die spielerische Verwendung von Solarstrom nahe
 

Inzell (schu) Für das Inzeller Ferienprogramm hat Solarpionier Hermann Schubotz aus Freilassing einen selbst entwickelten Solarbastelkurs für Kinder angeboten. Aufgrund der großen Zahl von Anmeldungen wurden die Kinder auf drei Kurse verteilt, an denen sich mehrere Helfer als Solar- Assistenten beteiligten . Die insgesamt 41 Kinder aus Inzell lernten auf spielerische Art den umfassenden Einsatzbereich der uns kostenlos zur Verfügung stehenden und auf Dauer gewährleisteten sauberen Energie aus der Sonne kennen und nutzen.

Zuerst mussten die jungen Inzeller Buben und Mädchen eine leere Fischdose fachgerecht mit einem sauber ausgeschnittenen Teil eines Gurkenkartons bekleben und damit wieder verschließen. Auf diesen Bootskörper klebten die Kinder zwei aus mehreren Teilen bestehende Halterungen für die Photovoltaik Zelle und den Solarmotor. Sie durften nicht einfach drauf los schneiden, sondern mußten nach Art des Ingenieurs diese Teile zuerst ausmessen, dann anzeichnen und erst dann ausschneiden. Immer wieder wurden die vom Kursleiter Hermann Schubotz vorgefertigten und bereitgestellten Musterteile begutachtet, damit die Flügel und Ständer an der richtigen Seite angebracht und gerade ausgerichtet wurden. Den Antriebspropeller klebten die Kinder mit Geschick auf einen halbierten Plastikstrohhalm und achteten darauf, dass er akkurat senkrecht stand, damit dass Solarboot später nicht zu sehr schlingerte. Den Motor klebten die kleinen Bastler auf der Halterung an und prüften dann die Schiffsschraube auf leichte Beweglichkeit.

Der Kursleiter lötete nun die vorgefertigten etwa 25 Quadratzentimeter großen und leicht zerbrechlichen Solarzellen an den Leitungen des Motors fest. Damit war der spannende Augenblick des Licht-Testes gekommen. Funktionierte der Stromfluß, drehte sich die Schiffsschraube und war sie beweglich genug? Die fehlende Sonne im Schatten ersetzte man durch eine Lampe, unter der nun die Kinder ihre selbst gebastelten Schiffchen hielten Bei allen drehte sich die Schiffsschraube sofort. So konnten die jungen Solarbastler hautnah und durch eigenes Tun erkennen, dass aus Licht Strom erzeugt wird und damit Motoren oder andere Maschinen angetrieben werden können.

Die Photovoltaikzelle klebten der Kursleiter nun auf der Halterung fest und nun ging es zum zweiten Test, nämlich der Seetauglichkeit. Denn was nutzt das beste Solarboot, wenn es beim Wassertest kentert oder voll Wasser läuft oder erst gar nicht fährt. Auch diesen Test bestand alle Inzeller Solarboote im Brunnen vor dem Rathaus auf Anhieb und fuhren im Brunnen hin und her.

An dem Beispiel der Schiffe aus Recycling-Materal wie Fischdose, Obstkarton, Strohhalmen und Solarmotor mit Solarzelle lernten die Kinder, wie man die kostenlose Sonnenenergie nutzen kann, um daraus selbstgebasteltes Spielzeug herzustellen, das nicht teuer sein muß.

Weitere Informationen gibt es unter www.solarbasteln.de. -schu-

Foto: Stolz zeigen die Kinder ihre Solarboote, die sie bei guten Lichtverhältnissen im Swimmingpool oder Teich fahren lassen können. Foto: Schubotz










____
zurueck
Umwelt-Webdesign-21, Nachrichten aus Agenda21 Umwelt Natur Energie Solar und Klima
Web: www.umwelt-webdesign.info  | eMail  | Impressum  | designed by Primaweb  | ©1994-2009  | Date: 01.12.2009