Freilassinger Anzeiger vom 12. Dezember 2009
Dem Ernst der Energielage nicht gerecht geworden
Leserbrief von Hermann Schubotz, Freialssing
 

Meine Anträge zur Bürgerversammlung sind nicht der Energiesituation entsprechend behandelt worden. Ausgehend von dem bekannten Wissen über den Klimawandel und die zu Ende gehenden fossilen Energien hatte ich drei Anträge gestellt.

1. Der Energiebedarf muss als erster Schritt durch Wärmedämmung und Energieeffizienz drastisch reduziert werden. Wie Beispiele zeigen, kann der Wärmebedarf auf nur noch 20% herunter gefahren werden. Dazu soll den Anschlusswilligen an eine Wärmenahversorgung eigene Freilassinger Fördermaßnahmen angeboten werden.

2. Es ist zu prüfen, ob es für den Restbedarf an Wärme günstigere und wirklich CO2-freie Energieversorgungssyteme gibt, wie z.B. eine solarbasierte Energieversorgung für Strom und Wärme. Die überschüssige Wärme im Sommer kann in grossen Wärmespeichern gespeichert und dann im Winter an die Wärmebezieher abgegeben werden. Diese Tanks fungieren wie Wärme-Banken, wo im Sommer Vorräte anlegt und diese im Winter verbraucht werden. Die Masse des Wärmebedarfs soll über die Sonnenenergie erzeugt werden, die kostenlos ist, die CO2-frei ist, die auf Dauer zur Verfügung steht, und nur intelligent gelagert und verteilt werden muss.

3. Die Bürger und Hausbesitzer Freilassings sind von Anbeginn und umfänglich in den Informations- und Entscheidungsprozess einer Energieversorgung für ganz Freilassing mit einzubeziehen. Bei solch einer wichtigen Weichenstellung für die Energiezukunft der Stadt Freilassing und seiner Bürger und Investitionen in Millionenhöhe für die nächsten Jahrzehnte ist es zu kurz gegriffen zu sagen, 'weg vom Öl und hin zum Holz', ohne eine Reduzierung des Energiebedarfes zu diskutieren und ohne andere, Kosten günstigere und Klima freundlichere Energiesysteme zu untersuchen, wie eben die rein Solarbasierte Wärmeerzeugung.

Diese drei Anträge in einem Aufwasch durch eine Handvoll Befürworter und Ablehner bescheiden zu lassen, wird dem Ernst der Energielage in Freilassing nicht gerecht. Die Betroffenen sollen zu Beteiligten gemacht werden. Alle Freilassinger Wärmeverbraucher sind Betroffene, also beteiligen wir uns an der Energiediskussion und entwickeln ein optimales Energiekonzept für die Zukunft der Stadt Freilassing.

Hermann Schubotz, Freilassing

 
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