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BAD REICHENHALL (kb) - „Bei gutem Wetter kann ja jeder
feiern", finden Josef Loibl vom Reichenhaller Parkkino und
Reinhard Rieder von der Band „Musischwung" und suchen
sich doch lieber schnell einen Regenunterschlupf. Seit ein paar
Jahren feiern die Geschäftsleute und Gastronomen in der Salzburger
Straße ihr Straßenfest - und am vergangenen Samstag
eben ohne Sonnenschein, dafür mit strahlender Laune.
„Die Fußgängerzone wurde hier so schön gestaltet,
aber beim Stadtfest konzentriert sich immer alles auf den Rathausplatz,
die Post- und die Ludwigstraße", bedauert Kinochef Loibl.
Deswegen hatte Reinhard Rieder die Idee, ein eigenes Fest auf die
Beine zu stellen.
Der Musiker wohnt ganz in der Nähe und bei ihm laufen alle
Fäden zusammen„Bis auf ein, zwei Ausnahmen beteiligen
sich alle irgendwie", erzählt er. Die einen grillen, Jürgen
Schmid vom Spielzeugladen hat eine Hüpfburg organisiert und
„Musischwung" hält die Gäste mit bekannten
Schlagern bei Laune, Trotz strömenden Regens schunkeln einige
Besucher unter ihren Schirmen zum Schneewalzer mit.
Im Kurmittelhaus der Moderne darf gratis eine entspannende Nackenmassage
genossen werden - Gerade knetet Annerose Schnuck den Hals von Peter
von Ometzinski. Der genießt die Anwendung sichtlich. „Sehr
gut", bestätigt er, „ich fühle mich schon ganz
entschleunigt." Mit seiner Frau verbringt der Bad Homburger
den Urlaub in Reichenhall, der Regentag schrecke ihn nicht ab.
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Man nutze das Wetter für Einkäufe in der Stadt und
morgen soll es ja schon wieder schön werden. Ebenfalls im Kurmittelhaus
können Kinder unter Anleitung von Hermann Schubotz
aus Freilassing Solarboote aus Fischdosen bauen-
Der Webdesigner ist Verfechter der Sonnenenergie und will den Kindern
ihre Vielseitigkeit vermitteln.
Die drei Freunde Sebastian, Stefan und Peter aus der Ramsau sind
konzentriert bei der Sache und überlegen schon, wo sie ihre
selbstgebastelten Schiffe fahren lassen könnten. „Vielleicht
im Wassertrog", schlägt Sebastian vor.
„Es ist ideal, dass wir in unserer Straße auch gastronomische
Betriebe haben, so können wir die Besucher kulinarisch bestens
versorgen", preisen Loibl und Rieder ihr Straßenfest
an.
Die Eisdiele von Domenico Bernard ist gut besucht, den Sonnenschirmen
sei dank. "Uns geht es nicht um Kommerz, eigentlich ist es
wie ein Nachbarschaftsfest, bei dem alle willkommen sind."
Und bei dem man schwer feststellen kann, wer mehr Spaß hat:
die Gäste oder die Gastgeber.
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