Freilassinger Anzeiger vom 2. März 2009
Feurige Reise durch den Garten des Jazz
Die Gruppe „Strings on Fire" zeigte ihr Können bei einem Benefizkonzert
 

FREILASSING (ep) - Mit einer Reise durch den „Garten des Jazz" begeisterten die feurigen Streicher der Gruppe „Strings on Fire" die Besucher ihres Benefizkonzerts im Rathaussaal. Die Musiker sind allesamt Mitglieder des Mozarteum Orchesters Salzburg und zeigten stilistische Grenzverletzungen, ihre Lust am Experimentieren, vor allem aber ihrer ungebändigte Spielfreude.

Das Benefizkonzert zu Gunsten von „Pro Christ" war der Auftakt für die von 29. März bis 5. April neben über tausend Städten Europas auch in Freilassing stattfindenden ProChrist-Veranstaltung.

Kulturreferent Bernhard Schmähl zeigte sich in seiner Begrüßung überwältigt von den zahlreichen Besuchern, die trotz der vielen anderen Veranstaltungen ins Rathaus geströmt waren. Gespannt warteten die 200 Gäste in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal auf den angekündigt feurigen Einsatz von „Strings on Fire". Das Streicherensemble hatte sich für seinen Auftritt in Freilassing noch mit weiteren Musikern aus dem Mozarteum Orchester Salzburg „verstärkt".

Auf dem Programm stand zunächst das Streichquartett KV 160 von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach dem kurzen Ausflug in die Klassik, mit dem bereits zu Beginn die Professionalität auf hohem künstlerischem Niveau deutlich wurde, folgte eine „feurige Reise durch den Garten des Jazz", wie es Moderator und „Bandleader" Michael Kaupp treffend beschrieb.

Michael Mitterlehner an der Schreibmaschine als Solist in Leroy Andersens „Typewriter".
Michael Mitterlehner an der Schreibmaschine als Solist in Leroy Andersens „Typewriter". Fotos: Peter

Die Gruppe „Strings on Fire" bot mit „Jazz oder nie" Musikgenuss auf hohem künstlerischem Niveau (von links): Michael Kaupp, Susanne Müller, Romana Rauscher, Katharina Feldbacher, Martin Hinterholzner, Daniela Galler, Roman Paluch und Michael Mitterlehner.
Die Gruppe „Strings on Fire" bot mit „Jazz oder nie" Musikgenuss auf hohem künstlerischem Niveau (von links): Michael Kaupp, Susanne Müller, Romana Rauscher, Katharina Feldbacher, Martin Hinterholzner, Daniela Galler, Roman Paluch und Michael Mitterlehner.
 
 

Eingeleitet wurde die Reise mit drei Ragtimes von Manfred Schmitz, Scott Joplin und Joseph Lamb. Es folgten ein „Boogie for Strings" von M. Schmitz, dann Jazz-Klassiker wie „All Blues" von Miles Davis, „Desafinado" von A. C. Jobim, „Manha de Carnaval" von L. Bonfa oder „Spain" des berühmten Pianisten Chick Corea in rasanten eigenen Arrangements für Streichquintett, unterlegt mit dezentem Jazz-Groove durch Michael Mitterlehner, Solo-Pauker des Mozarteum Orchesters, am Schlagzeug.

Dazwischen reihte sich ein Gustostück ans andere, so zum Beispiel das Pizzicato-Schmankerl „Plink, Plank, Plunk" von Leroy Anderson, „Tango Ballet" von Astor Piazzolla oder „Molly on the Shore", ein grandios dargebotenes Medley aus irischen Folk-Melodien.

Mit ein Höhepunkt des Abends war sicher der Auftritt des „Prokuristen" alias Michael Mitterlehner, der eigentlich ein „Posaunist" hätte sein sollen. Das „Missverständnis" wurde zum Triumph des Mannes an der Schreibmaschine, der als Solist in Leroy Andersens „Typewriter", bekannt geworden durch die Pantomime mit Jerry Lewis, den Saal förmlich zum Beben brachte.

Das mit Roman Paluch und Michael Mitterlehner verstärkte Ensemble „Strings on Fire" um Daniela Galler, Romana Rauscher, Susanne Müller, Katharina Feldbacher, Martin Hinterholzner und Michael Kaupp, allesamt Musiker des Mozarteum Orchesters Salzburg boten Musik vom Feinsten und entzündeten mit ihren außergewöhnlichen musikalischen Wegen tatsächlich ein Feuerwerk, dessen Funke schon sehr früh auf das begeisterte Freilassinger Publikum übersprang und zahlreiche Zuhörer „mitswingen" und „mitjazzen" ließ.

Nach minutenlangem Beifall, der die „feurigen Streicher" zu mehreren Zugaben motivierte, bedankte sich Reinhard Kiefel im Namen von „Prochrist Freilassing" mit einem Rupertikörberl bei jedem Musiker, „die mit ihrem Benefizkonzert zu Gunsten von ProChrist das Kulturleben Freilassings und der ganzen Region in hohem Maße bereicherten". Sein besonderer Dank galt dem Freilassinger Orchester-Mitglied Roman Paluch, der seine Musiker-Kollegen nach Freilassing gebracht und diesen wunderbaren Abend somit erst ermöglicht hatte.

Reinhard Kiefel wünschte sich aber nicht nur ein Wiedersehen mit dem Streichensemble „Strings on Fire", sondern auch mit den zahlreichen Zuhörern, die mit kleinen „Mini Containern", in denen unter anderem eine süße Überraschung steckte, auf originelle Weis zu der ProChrist-Veranstaltung ab 29. Mai bis 5. April in die Kreuzkirche Freilassing eingeladen wurden.

 
Strings on Fire spielen mit 'Jazz oder nie' in Freilassing bei einem Benfizkonzert auf
stringsonfire.susannemueller.at
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