Es passieren schon merkwürdige Dinge in Freilassing,
Da wird das Freibad zur Sanierung bereits zum 31. August geschlossen,
obwohl noch zwei Wochen Ferien in Bayern sind und obwohl an den
meisten Tagen schönes warmes Sommerwetter und damit bestes
Badewetter herrschte, und Kinder und Erwachsen gerne noch baden
gegangen wären, aber sie standen vor verschlossenen Türen.
Nun, das könnte man noch verstehen, wenn es rege Bautätigkeit
am Bade gäbe, man könnte denken, die Bauleute wollen noch
schnell die Zeit bis zum Wintereinbruch nutzen und möglichst
viel der Umbauarbeiten schaffen. Aber es herrscht Ruhe im Bade,
keine Badegäste und keine Bauleute. Dann lesen wir, dass manche
Ausschreibungen noch nicht ausgeschickt oder noch nicht beauftragt
worden seinen. Und wir lesen, dass das Bad nun weiter nach der ersten
Kosten-Erhöhung im Mai um 70.000 nun weitere zig-tausende mehr
kosten solle.
Haben denn die Stadträte nicht genau aufgepasst ? Die Verhinderung
der 6.Bahn ging knapp über die Bühne. Den jetzigen und
weiteren Kostenerhöhungen muss nun wohl oder übel zugestimmt
werden. Sicherlich keine spassige Angelegenheit. Hätte man
wenigstens den Ferienkindern den Badespass noch bis zum Schulbeginn
gegönnt. Aber so wird keiner so Recht Spass haben an der Sanierung
des Freibades.
Zumal der Bürgerabeitskreis Freibad Freilassing in seiner
Umfrage mit 920 Antworten klar herausgefunden hat, dass die Badegäste
eine Verlängerung der Saison wünschten. Es wäre ein
leichtes gewesen, diesen Bürgerwunsch umzusetzen. Aber nein,
Bürgerbeteiligung scheint in Freilassing noch ein Fremdwort
zu sein.
Schade, man könnte für Freilassing mehr erreichen, wenn
alle am gleichen Strang und in die gleiche Richtung ziehen würden,
und wenn man sich vorher abstimmen würde, in welche Richtung
der Zug fahren soll.
Hermann Schubotz, Freilassing
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