| Berchtesgadener Land. Bürger aus dem Landkreis
können aktiv zum Klimaschutz beitragen. Eine Studie zum Thema
„Wege für Verbraucher zum klimaschonenden Handeln"
startet im November. Interessierte können bei Treffen in Ainring
lernen, ihren Alltag umweltbewusst zu gestalten und gleichzeitig
ihre Lebensqualität zu verbessern. „Wir wollen neue Wege
finden, die Freude machen", sagte Dr. Christian Ganzert von
der Klima-Werkstatt der Technischen Universität München
beim Auftakttreffen im Traunsteiner Rathaus.
Ziel der Studie ist es herauszufinden, was der Bürger tun
kann, um seinen Alltag klima-freundlicher zu gestalten. Es sollen
neue umweltschonende Wege beim Heizen, Kochen, Autofahren, Stromverbrauch
und in der Ernährung gefunden werden. Dabei geht es aber nicht
um Einschränken und Sparen, sondern vielmehr um ein Plus an
Lebensfreude.
Die Studentinnen Julia Knechtel von der Universität Salzburg
und Silvia Herrmann von der Humboldt Universität Berlin erstellen
für jeden Teilnehmer der Studie eine persönliche Klimabilanz.
In fünf Gruppentreffen, einschließlich eines Abschlussfestes
im Traunsteiner Rathaussaal mit Auszeichnung der „Klimahelden",
erfahren die Teilnehmer Nutzen, Chancen und eigene Handlungs-spielräume.
Dabei werden sie von Experten beraten.
„Wir sind überzeugt, dass Menschen mit neuen Möglichkeiten
experimentieren möchten und dabei an Lebensqualität gewinnen",
so Projektleiter Dr. Ganzert. Die Studie beginnt mit persönlichen
Interviews der Teilnehmer. Im Mai 2009 wird ein Resümee aus
den wissenschaftlichen Auswertungen gezogen. Dann zeigt sich, ob
und wie sich die Frage, wie das Klima geschützt und gleichzeitig
die Region gestärkt und Geld gespart werden kann, beantworten
lässt.
Die Studie verbindet das Projekt der Klima-Werkstatt mit den beiden
Regionalwährungen „Chiemgauer" und „Sterntaler".
Die Klima-Werkstatt ist ein vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung finanziertes Projekt, das in der Region Chiemgau -
Inn - Salzach - Berchtesgadener Land durchgeführt wird. Regionale
Akteure, die aktiv zum Klimaschutz beitragen wollen, sollen mobilisiert
und gebündelt werden.
„Chiemgauer" und „Sterntaler" sind zwei
Regionalwährungen, die in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein
und Berchtesgadener Land seit fünf Jahren den regionalen Zahlungsverkehr
ergänzen. Nachhaltiges Wirt- schatten soll unterstützt
und ausgebaut und die heimische Wirtschaft, Vereine und soziale
Einrichtungen gefördert werden. Interessierte können sich
noch an den Treffen in Ainring beteiligen. Die Teilnahme an der
Studie ist kostenlos. Weitere Informationen erteilt Gudrun Rehrl,
Telefon 08654/58340.
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