Freilassinger Anzeiger vom 5. März 2008
Solartechnik anschaulich gemacht
Solarboote wurden an der Mädchenrealschule gebastelt
 
Stolz präsentieren die Mädchen ihre gebastelten Solarboote, im Hintergrund Kursleiter Hermann Schubotz.
Freilassing(schu) Sieben Mädchen der Realschule Franz von Assisi in Freilassing versammelten sich, um etwas über die Kraft der Sonne zu lernen und dieses Wissen bei Bauen eines Solarbootes praktisch umzusetzen.

Kursleiter Hermann Schubotz von den Freilassinger Bürgersonnenkraftwerken erklärte den Mädchen das Prinzip.

Die Strahlung der Sonne trifft auf eine Siliziumschicht und regt die Elektronen im Material zum Wandern an. Diese werden an einer Zapfstelle zu einem Motor weiter geleitet, der sich dann mit dem Strom aus der Silizium-Zelle dreht, denn Photovoltaik (PV) heisst Strom aus Licht.

Über einen zweiten Kabel ist der Motor wieder mit der Rückseite der Zelle verbunden und der Elektronen- und Stromfluss kann beginnen. Schubotz erklärte, wenn man das Hausdach mit diesen Solarstrommodulen bedeckt, kann der gesamte Haushaltstrom der Familie von der Sonne geerntet werden.  

Nun ging es ans Arbeiten. Die jungen Damen und angehenden Bootsbauer mussten zuerst eine leere Fischdose mit einem Karton zukleben und zwei Gestelle für die PV-Zelle und den Motor bauen. Das Kartonmaterial musst vorher genau ausgemessen und präzise zugeschnitten und passgerecht mit der Heißklebepistole zusammengeklebt werden.

Nun lötete der Kursleiter die Solarzelle mit dem Motor zusammen und das Boote erwachte unter dem Licht der Bürolampe zum Leben: Der Strohalm mit der Schiffswelle drehte sich. Die Mädchen erkannten, dass aus dem kostenlosen Licht der Sonne Strom gewonnen und dann nutzbringend eingesetzt werden kann. 

 
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