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Unsere Bilder zeigen Rajendra Pachauri (links), den Vorsitzenden des
UN-Weltklimarats (IPCC) und den ehemaligen US-Vizepräsident AL
Gore (Archivfotos). Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an
AL Gore und den UN-Klimarat für ihren Einsatz gegen eine drohende
Klimakatastrophe. Das teilte das Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.
(Bild: dpa)
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Oslo (dpa) - Friedensnobelpreis für den Kampf gegen
die drohende Klimakatastrophe: Die mit zehn Millionen schwedischen
Kronen (1,1 Millionen Euro) dotierte Auszeichnung geht in diesem
Jahr an den früheren US-Vizepräsidenten AI Gore und den
UN-Klimarat. Mit dieser Vergabe wolle das Nobelkomitee »zu
größerer Aufmerksamkeit« für den Klimaschutz
beitragen, hieß es am Freitag bei der Bekanntgabe in Oslo.
Die Entscheidung des Nobelkomitees in Oslo wurde weltweit fast
einhellig begrüßt. Gore (59) zeigte sich »zutiefst
geehrt«. Der Inder Rajendra Pachauri (67), der Chef des UN-Klimarats
IPCC, sagte: »Ich bin völlig überwältigt.«
»Wir wollen durch unseren Preis nicht zuletzt mehr Aufmerksamkeit
für das Thema Klimakatastrophe schaffen«, sagte Komitee-chef
Öle Danbolt Mjos. Der Klimawandel sei eine »wirkliche
Bedrohung für die gesamte Menschheit«. In der Begründung
heißt es: »Handeln ist notwendig, bevor der Klimawandel
für Menschen außer Kontrolle gerät.«
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte: »Die Gefahren
des Klimawandels gehören zu den größten Herausforderungen
für die Menschheit im 21. Jahrhundert.« UN-Generalsekretär
Ban Ki Moon zeigte sich »sehr erfreut«. Das wegen seiner
Umweltpolitik von Gore häufig kritisierte Weiße Haus
reagierte ebenfalls positiv.
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Mjos würdigte Gore als einen »seit Jahren
weltweit führenden Umweltpolitiker«, der wie kein anderer
als »Einzelner zur Schaffung eines breiten Bewusstseins für
die Maßnahmen beigetragen (hat), die nun nötig sind«.
Das Werk »Eine unbequeme Wahrheit« von Gore über
die Gefahren des Klimawandels erhielt dieses Jahr einen Oscar als
bester Dokumentarfilm. Der UN-Klimarat hat nach Überzeugung der
norwegischen Juroren mit seinen wissenschaftlichen Berichten seit
20 Jahren entscheidend zu einem breiten Konsens über das Ausmaß
der Klimabedrohung beigetragen. So hatte der Rat in seinem diesjährigen
Report die Verantwortung des Menschen für die Erderwärmung
so klar wie nie zuvor aufgezeigt. |
Gore sagte in einer Erklärung: »Wir haben es mit einer
wirklichen globalen Bedrohung zu tun. Die Klimakrise ist kein politisches
Thema, sondern eine moralische und geistige Herausforderung für
die gesamte Menschheit.« Die Auszeichnung sei umso bedeutungsvoller,
als er sie mit dem UN-Klimarat teile, sagte Göre. IPCC-Chef Pachauri
sagte: »Dieser Preis geht an die internationale UN-Gemeinschaft
und alle Staaten, die uns unterstützen.« Er habe vor der
Entscheidung aus Oslo selbst öffentlich gesagt, dass Gore ihn
wie kein anderer verdient habe. Das Nobelkomitee hatte schon 2004
mit der Vergabe an die Kenianerin Wangari Maathai Engagement für
den Umwelt-schutz ausgezeichnet. |
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