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Kopenhagen (dpa) - Das Eis in der Arktis
schmilzt nach neuen dänischen Messungen noch erheblich schneller
als befürchtet.
Wie der Meteorologe Leif Toudal Pedersen von der Technischen Universität
Kopenhagen (DTU) der Zeitung »Jyllands-Posten« berichtete,
hat die Auswertung aktueller Satellitenfotos eine Eisfläche
rund um den Nordpol von derzeit weniger als drei Millionen Quadratkilometern
ergeben. »Das ist ein extremer Tiefstwert für die Eisdecke«,
sagte Pedersen. Der Meteorologe Eigil Kaas nannte die neuen Messergebnisse
»erschreckend«. Er sagte weiter: »Was wir da erleben,
ist krass. Es bestätigt die schlimmsten Prognosen.«
Pedersen sagte zu den Konsequenzen aus den neuesten Messungen:
»Bisher wurde angenommen, dass die Arktis in 30 bis 40 Sommern
den Sommer über eisfrei sein würde.
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Wenn die jetzige Entwicklung weitergeht, wird es
vielleicht nur 15 bis 20 Jahre dauern.« Er führte die
extreme Schmelze dieses Jahres außer auf den Klimawandel auch
darauf zurück, dass gewaltige Eisströme aus Sibirien an
die grönländische Ostküste geflossen und dabei geschmolzen
seien.
Nach den DTU-Berechnungen sind verglichen mit dem bisher eisärmsten
Arktis-Sommer 2005 mehr als eine Millionen Quadratkilo-meter Eis
zusätzlich verschwunden. Im Vergleich zum durchschnittlichen
Vorkommen der Jahre 1978 bis 2000 ist die Eisfläche um 2,5
Millionen Quadratkilometer und damit 40 bis 45 Prozent geschrumpft.
Damit sei eine Eisfläche fast von der Größe Westeuropas
in weniger als zehn Jahren verschwunden. |
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