Freilassinger Anzeiger vom 9. Juli 2007
Große Party statt Demo gegen Klimawandel
»Live Earth«-Konzerte:
 

Hamburg/London/New York (dpa) - Es sollte ein weltweites Zeichen gegen den Klimawandel werden, doch es war vor allem eine globale Party. Beim 24-stündigen »Live Earth«-Konzertmarathon von Sydney über Hamburg und London bis nach New York stellten sich mehr als 150 Popstars wie Madonna, Shakira und The Police in den Dienst des Klimaschutzes.

Doch politische Aufrufe der Stars an die hunderttausenden Fans in den Stadien und die Abermillionen vor Fernsehern und Computern blieben rar, es gab kaum Transparente und wenig Nachdenkliches. Im Vordergrund der Konzerte in acht Ländern standen eindeutig Feiern und gute Musik, und davon gab es reichlich.

Für die ökologische Botschaft war AL Gore zuständig. Der ehemalige US-Vizepräsident und heutige Umweltaktivist hatte die Konzertreihe ins Leben gerufen.

»Der Erfolg oder das Scheitern dieses Planeten und unseres Daseins hängen davon ab, wer ich bin und was ich tue«,

sagte Gore vor 52 000 Menschen in New Jersey bei New York. Er forderte die Menschen auf, Energie zu sparen und sich bei der eigenen Regierung für eine Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase einzusetzen, »damit die nächste Generation eine gesunde Erde erben kann«.

Die Künstler selbst besannen sich hingegen meist auf ihr ureigenes Handwerk: die Musik. Das einzige deutsche »Live Earth«-Konzert fand in Hamburg statt.

 
       
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