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Ainring(schu) Rund eine Milliarde Kilowattstunden
(kWh) Strom könnten pro Jahr mit dem Wasser der Salzach gewonnen
werden. Damit könnten die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener
Land zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien mit Strom versorgt werden.
Dipl. Ing. Anton Zeller machte dies bei der Eröffnung der Ausstellung
"Sonnenenergie im Berchtesgadener Land" klar. Er selbst
betreibt bereits ein Wasserkraftwerk. Die Sanierung
der Sohlrampen der Salzach kostet insgesamt mehr als 300 Millionen
Euro. Laut Zeller liesse sich dabei die Nutzung der Wasserkraft
mit einbeziehen. Bei voller Erschliessung der Wasserkraft könnte
ein Milliarde Kilowattstunden Strom gewonnen werden.
Ökologischer Komponenten wie freien Fließstrecken, Flachwasserzonen
und Fischtreppen müssten dabei mit einbezogen werden. Das Berchtesgadener
Land könnte dabei mit etwa rund 300 Millionen kWh rechnen,
was dem Strombedarf des Landkreises Berchtesgadener Land entspricht.
Die Sohlrampen sollen die Flusssohle stützen, und so
würde es laut Zeller nahe liegen, das dort entstehende Gefälle
energetisch in einem Wasserkraftwerk zu nutzen. Zeller meinte in
seiner Rede, es sei unverantwortbar, diese Chance nicht zu nutzen.
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Regierungsbaumeister Dipl.Ing. Anton Zeller warb für die Nutzung
der erneuerbaren Energien aus Wasserkraft. Foto: Hermann Schubotz
Der wachsende Strombedarf müssen ansonsten aus der gefährlichen
Atomkraft oder durch umweltschädliche fossile Kohle-Kraftwerke
gedeckt werden müsse. Aber nicht nur Gründe des Klimaschutzes
sprechen für den Einsatz erneuerbarer Energien aus Wasserkraft.
Die fossilen Rohstoffe würden immer knapper und die Rohstofflieferanten
aus dem Ausland könnten immer leichter Geld erpressen. |
Zeller dankte der Gemeinde Ainring für ihr Engagement
im Bereich der erneuerbaren Energien im Gemeindegebiet. Deutschland
weit gehöre die Gemeinde Ainring im Berchtesgadener Land zu
den Spitzengemeinden mit nahezu 100 prozentiger Stromversorgung
aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft und Photovoltaik Anlagen.
Der Referent erinnerte an der jüngsten Beschluss des Traunsteiner
Kreistages, den gesamten Strombedarf des Landkreises bis zu Jahr
2020 aus erneuerbaren Energien zu decken. Ebenso habe der Kreistag
im Berchtesgadener Land eine Umstellung der gesamten Energieversorgung
für Strom, Wärme und Mobilenergie aus erneuerbaren Energien
bis zum Jahr 2030 beschlossen.
Mit der Nutzung der Wasserkraft und der Reaktivierung der vielen
stillgelegten Wasserräder können weitere Millionen von
Kilowattstunden mit in die Energiebilanz eingebracht und damit das
ehrgeizige Ziel erreicht werden. Durch eine Erneuerung eines Kraftwerkes
könne die Leistung um über 30 Prozent gesteigert werden,
durch die Kraftwerke würden grössere Wasserflächen
gebildet werden und in Trockenperioden würde das Wasser langsamer
abfliessen, und so in niederschlagsarmen Zeiten das Überleben
von Fischen, Krebsen und Kleinlebewesen ermöglichen. -schu- |
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