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»Die Folgen werden alle Kontinente zu spüren
bekommen«, sagte der stellvertretende Versammlungsleiter,
Martin Parry. Allein in den Mündungsdeltas asiatischer Flüsse
- wie in Bangladesch - werde der Anstieg des Meeresspiegels eine
Milliarden-Bevölkerung treffen. Kleine Inseln und ganze Landstriche
könnten von der Landkarte verschwinden. Mindestens ein Fünftel
aller Tier- und Pflanzenarten sind den Forschern zufolge vom Aussterben
bedroht. Besonders gefährdet seien die Mittelmeerregion, die
Pole und Gebiete südlich der Sahara.
Für Deutschland erwartet Professor Wolf-gang Cramer vom Potsdam-Institut
für Klimafolgenforschung, dass sich Insekten wegen der milderen
Temperaturen ausbreiten. Krankheiten wie von Zecken ausgelöste
Hirnhautentzündungen nähmen bereits zu. Ostdeutschland
müsse sich auf trockenere Sommer und mehr Niederschläge
im Winter einstellen. »Das heißt, Dürre und Hochwasserrisiko
am selben Ort im selben Jahr«, sagte Cramer, der an dem Report
mitgearbeitet hatte.
Regierungsvertreter und Wissenschaftler hatten seit Montag in
Brüssel darum gerungen, wie die auf gut 1500 Seiten dargelegten
wissenschaftlichen Klima-Erkenntnisse auf eine etwa 20-seitige »Zusammenfassung
für politische Entscheider« verkürzt werden können.
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Der Report soll die Auswirkungen des Klimawandels
auf die einzelnen Regionen der Erde zeigen. Dabei schwächten
mehrere Staaten - wie die großen Luftverschmutzer
- USA,
- Russland und
- China sowie
- Saudi-Arabien -
den Bericht nach Angaben von Verhandlungsteilnehmern noch ab. Pachauri
sprach am Freitag dennoch von einem »guten Ergebnis«.
»Fluten, Wirbelstürme, Dürre- und Hitzeperioden
werden immer mehr Menschen gefährden«, sagte Parry. Ohnehin
schon wasserarme Regionen in Afrika könnten vollends verdorren.
»Auch Unterernährung wird zu einem immer größeren
Problem.« Letztlich müssten sich Milliarden von Menschen
neue Lebensräumc suchen. Krankheitserreger dagegen profitieren
von höheren Temperaturen.
Arme Länder seien vom Klimawandel besonders betroffen, da
sich die Menschen dort gegen die Folgen nicht schützen könnten,
sagte Parry. Die reicheren Staaten müssten diesen Menschen
helfen. Sie brauchten Bildung und bessere Einkommen, um ihre Lebensverhältnisse
an die neuen Herausforderungen anpassen zu können. Auch der
Ausstoß klimaschädlicher Emissionen müsse drastisch
reduziert werden. |
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