Freilassinger Anzeiger vom 24. März 2007
Warum in die Ferne schweifen
Leserbrief Strom aus Afrikas Wüsten vom 15. März 2007 von Hermann Schubotz
 

Es hört sich ja gut an, wenn in der Sahara Strom erzeugt und nach Europa verkauft wird. Den afrikanischen und arabischen Ländern bleibt nach dem Versiegen der Erdöls auch kaum eine andere Chance. Aber hat man auch bedacht, wieviel Strom bei den langen Entfernungen buchstäblich auf der Stecke bleibt, und dass diese Energie wieder aus politisch unsicheren Staaten kommt und wir wiederum von ausländischen Energieimport abhängig sind ?

Man sollte doch nur die Augen öffnen und alle die ungenutzten Dächer für Solarstrom Anlagen und Sonnenwärme in unserer Umgebung wahrnehmen.

(Dass die Sonnenenergie die Energie der Gegenwart ist und es in der Zukunft kaum eine andere verlässliche Energiequelle geben wird, ist klar). Warum nutzen wir nicht unsere eigene Sonnenenergie und ernten diese kostenlose und saubere Energieform nicht von unsern eigenen Dächern?

("Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah" Zitat). Wir sollten uns ernsthaft in Deutschland unserer eigenen Stärke besinnen und unsere eigene Energie von unseren eigenen Dächern ernten). Das bringt Arbeitsplätze, Wirtschaftsaufschwung und läßt das Kapital in den regionalen Wirtschaftskreisläufen beim lokalen Handwerk.

(Es gibt genügend Berechnungen und Szenarien, die besagen, dass eine Energiewende in Deutschland zu 100%er Versorgung aus erneuerbaren Energien möglich und machbar ist, man muss nur diese Studien auch lesen und den Mut haben, sie gegen eine starke Lobbys umzusetzen. Frau Merkel hat beim jüngsten EU-Treffen einen mutigen Schritt in diese Richtung getan. Jetzt müssen die Verantwortlichen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und die einzelnen Bürger diese Verpflichtungen auch umsetzen. )

Falls ein Restbedarf entsteht, können wir diesen immer noch aus Afrika holen, wenn die dortige Bevölkerung nicht den Strom selber benötigt.

Hermann Schubotz, Freilassing

 
Bemerkung: die eingeklammerten Bereiche wurden im Leserbrief nicht abgedruckt
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