Freilassinger Anzeiger vom 17. März 2007
Den Mann im Mond Hausherr sein lassen
Leserbrief zu "Europa nimmt Mondlandung in Visier" vom 13. März 2007
 

Verwundert rieb ich mir heute morgen die Augen, Mondlandung ? Waren wir da nicht schon 1969 ? hat man ein wichtiges Teil vergessen und will es nun wieder holen ? Der Mond soll kartiert und dann etwa besiedelt werden? Ist es auf der Erde schon so eng, dass wir in den Weltraum ausweichen müssen ? Gibt es hier keine besiedelungsfähigen Flächen mehr oder werden sie immer weniger?

Aha, schoss es mir durch den Kopf, Klimawandel ist in aller Munde, der Klimawandel vernichtet Siedlungsflächen, überflutet die Küsten durch steigende Meeresspiegel und vernichtet Anbauflächen durch Dürren und Überschwemmungen. Deshalb will man vorsorglich den Mond kartieren und ihn für gross angelegte Grundstücksverkäufe erschliessen.

Wer soll dorthin ausgesiedelt werden ? Doch wohl die bedrohte Bevölkerung aus den Überschwemmungs und Dürre- Gebieten, oder? Ob die sich ein Mondgrundstück leisten können, oder sind diese dann nur dem wohlhabenden Teil der Weltbevölkerung vorbehalten. Meine Damen und Herren, wollen Sie jeden Tag mit Sauerstoffmaske herumlaufen und nur Erd-Fensehen schauen ?

Mein Vorschlag wäre, die Lebensqualität dieser unserer Erde zu erhalten, in dem wir schnell auf ein sauberes CO2-freies Energiesystem umsteigen, den Treibhauseffekt nicht weiter anheizen und so dem Klimawandel ein Schnippchen schlagen und die Erde bewohnbar halten. Das ist bequemer und weit aus preiswerter zu haben als eine Teilübersiedelung zum Mond. Zudem bleibt der Mann im Mond sein eigener Hausherr und kann uns weiterhin bei Vollmond fröhlich anlachen.

Hermann Schubotz, Freilassing

 
zurück
Umwelt-Webdesign-21, Nachrichten aus Agenda21, Umwelt, Energie und Klima
Web: http://www.umwelt-webdesign.de  |  eMail  |  Impressum  |  designed by Primaweb  |   © 2001-2007  |   2007/03/26