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FREILASSING (he) - Gespickt mit aktuellen
Themen der Umweltpolitik war die Jahres-hauptversammlung der Ortsgruppe
Freilassing-Ainring-Saaldorf-Surheim des Bund Naturschutz. Dabei
wurden Möglichkeiten für die Zukunft angesprochen und
angeregt, auch regional aktiv zu werden.
Wie Ortsvorsitzender Michael Behringer berichtete,
konnten im letzten Jahr Erfolge bei der Besucherlenkung und der
Jagdverpachtung im Ainringer Moos erzielt werden. Dabei habe man
sich mit dem Pächter auf einen Verzicht der Wasservogeljagd
einigen können.
Besonders freute sich Behringer über die Umstellung des Blockheizkraftwerkes
Mitterfelden auf Hackschnitzelbetrieb. Ursprünglich wurde es
mit Öl- und Gasfeuerung betrieben. Ebenso berichtete er über
diverse Aktivitäten, wie zum Beispiel die Springkrautbeseitigung
im Ainringer Moos und am Sonnwiesgraben oder die Fahrradexkursion
ins Waidmoos bei Lamprechtshausen.
Ein Fachreferat über Neophyten, was wörtlich so viel
wie „Neu-Pflanzen" heißt, hielt Mag. Maria
Fleischer. Neophyten sind Pflanzenarten, die eigentlich
nicht bei uns vorkommen, aber durch den Menschen hierher „verfrachtet"
wurden. Anhand einiger, auch bekannter, Arten zeigte sie die Herkunft,
Verbreitung und Auswirkungen dieser fremden Arten auf. So sei etwa
auch das Veilchen erst im Jahr 1775 über die Alpen gekommen
und eigentlich nicht in der Gegend beheimatet. An die Regionalpolitiker
appellierte Fleischer, nur heimische Gewächse in öffentlichen
Grünanlagen zu pflanzen, um die hiesige Flora zu schützen.
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Ausführlich erörterte Michael Behringer in seinem Referat
die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs im Berchtesgadener
Land und im Salzburger Raum. Bei der Verlängerung der Salzburger
S-Bahn bis Berchtesgaden seien wesentliche Punkte aus dem Verkehrskonzept
„Watzmann-Salzach-Bahn" des Bund Naturschutz aus dem
Jahr 2001 umgesetzt worden. Die Fahrgastzahlen seien deutlich, in
Zahlen um etwa 40 Prozent, angestiegen.
Damit werde durchschnittlich pro Autofahrt von Freilassing nach
Berchtesgaden ein Ausstoß von 15 Kilogramm Kohlendioxid vermieden.
Nur 500 „Umsteiger" von Auto auf Bahn reduzieren den
Ausstoß pro Woche um knapp 50 Tonnen. In seiner Präsentation
ging Behringer auf den weiteren Ausbau dieses Nahverkehrsnetzes
ein und erläuterte auch mögliche weitere Haltestellen,
um die Attraktivität dieses Angebots zu erhöhen.
In anschließenden Vortrag ging Hermann Schubotz auf
die Energiewende ein und sagte dass die Kohlendioxid-Kurve „rasant
nach oben" gehe. Wichtig sei auch das Engagement der Bürger,
dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Schubotz sprach sich auch
für ein Biomasseheizkraftwerk in Freilassing aus.
Freilassings Stadtrat Walter Schramm sprach die
Abhängigkeit von den Gasimporten an, die ihm zu denken gebe.
Der Ainringer Bürgermeister Hans Eschlberger
berichtete von den Vorteilen des „neuen" Heizkraftwerkes
in Mitterfelden und Aktionen wie Sparlampen für die Straßenbeleuchtung
und die Renaturierung des Schmidinger Weihers. Saaldorf-Surheims
Bürgermeister Ludwg Nutz sprach sich abschließend
für die Nutzung der Wasserkraft an der Salzach aus.
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