| BERCHTESGADENER LAND - „Die verheerenden Schäden,
die der Orkan 'Kyrill' in den Wäldern unserer Heimat und vor
allem im Schutzwald angerichtet hat, zeigen uns auch, dass wir in
Zukunft noch mehr für den Klimaschutz tun müssen",
sagte der CSU-Landtagsabgeordnete Anton Kern bei einer Besichtigung
der Schäden mit dem Leiter der bayerischen Staatsforsten, Dr.
Daniel Müller. Dabei, so Kern, gelte das Motto „Global
lenken, lokal handeln". Mit regionalen Beiträgen könne
der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxyd
deutlich reduziert werden.
Je mehr solarthermische und geothermische Anlagen, Fotovoltaik,
Biomasse, Wasserkraft oder Kraft-Wärme-Kopplung zur Anwendung
kommen, desto weniger CO2a-Ausstoß werde es künftig geben.
„Die CSU-Landtagsfraktion setzt sich für den schnelleren
Ausbau erneuerbare Energien ein. Damit leisten wir nicht nur einen
Beitrag zu einer sauberen Umwelt, sondern schaffen auch Arbeitsplätze",
betonte der Abgeordnete, der dem Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz
des Landtags angehört. Kern: „Das Wichtigste neben einem
breiten Energiemix ist, dass jeder Verbraucher sparsam mit der Energie
umgeht und - zum Beispiel beim Kauf von Haushaltsgeräten -
auf die Energieeffizienz achtet."
Einiges zu verbessern hätten Land, Kommunen und Bürger
auch beim Wärmeschutz an Gebäuden und der Modernisierung
von Heizungen. Daneben müssten alle staatlichen Ebenen ein
verbessertes Energie-management durch Leittechnik für Strom
und Wärme in Verwaltungs- und Produktionsgebäuden, bei
Antriebssystemen, bei Stromerzeugung und Elektrogeräten voranbringen.
„Wir können dies alles nur im engen Schulterschluss zwischen
Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erreichen", betonte der
Abgeordnete.
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Die von der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufene Klima-Allianz,
an der neben dem Bund Naturschutz auch die beiden großen Kirchen
beteiligt seien, müsse deshalb auf eine breitere Grundlage
gestellt werden. Anton Kern: „Jedes Unternehmen und jeder
Bürger kann Klimaschützer sein. Das fängt damit an,
dass man seinen Fernseher und seinen Computer nach Gebrauch ganz
abschaltet und nicht auf Stand-by laufen lässt!"
Klimaschutz sei eine der zentralen Heraus-forderungen der Zeit.
Aktuelle Studien belegten, dass durch den Klimawandel bereits schwerwiegende
ökologische, ökonomisch» und soziale Folgen eingetreten
seien. Bayern wolle diesem Trend gegensteuern. Im Zentrum stünden
dabei die Vorsorge gegen einen weiteren Anstieg von Treibhausgasen
und die Anpassung an die unvermeidbaren Folgen der Klimaveränderung.
„An dem Ziel der CO2-Reduzierung müssen wir auch unsere
Energieversorgung ausrichten. Auch wenn wir die erneuerbaren Energien
schneller ausbauen, können wir derzeit aber nicht auf die Kernkraft
verzichten", sagte Anton Kern. Ohne ihre Nutzung ließen
sich die weltweit angestrebten Klimaschutzziele nicht erreichen.
Bei einem Ausstieg seien dann als Ersatz zwangsläufig fossile
Kraftwerke erforderlich. Dies würde die CO2-Emissionen drastisch
erhöhen und damit bisherige Erfolge bei der CO2-Reduktion zunichte
machen.
„Für uns von der CSU ist klar, dass eine ganzheitliche
und vorausschauende Klimaschutz-politik alle Potenziale nutzen muss.
Wir wollen den Klimaschutz, aber wir werden bei allen Maßnahmen
darauf achten, dass sich für unsere Wirtschaft und damit die
Menschen in unserem Land keine negativen Auswirkungen haben",
betonte Anton Kern.
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