Freilassinger Anzeiger vom 17. Februar 2007
Sturmschäden mahnen zu mehr Klimaschutz
Landtagsabgeordneter Anton Kern besichtigte Windbruch in den Staatsforsten

BERCHTESGADENER LAND - „Die verheerenden Schäden, die der Orkan 'Kyrill' in den Wäldern unserer Heimat und vor allem im Schutzwald angerichtet hat, zeigen uns auch, dass wir in Zukunft noch mehr für den Klimaschutz tun müssen", sagte der CSU-Landtagsabgeordnete Anton Kern bei einer Besichtigung der Schäden mit dem Leiter der bayerischen Staatsforsten, Dr. Daniel Müller. Dabei, so Kern, gelte das Motto „Global lenken, lokal handeln". Mit regionalen Beiträgen könne der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxyd deutlich reduziert werden.

Je mehr solarthermische und geothermische Anlagen, Fotovoltaik, Biomasse, Wasserkraft oder Kraft-Wärme-Kopplung zur Anwendung kommen, desto weniger CO2a-Ausstoß werde es künftig geben. „Die CSU-Landtagsfraktion setzt sich für den schnelleren Ausbau erneuerbare Energien ein. Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag zu einer sauberen Umwelt, sondern schaffen auch Arbeitsplätze", betonte der Abgeordnete, der dem Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz des Landtags angehört. Kern: „Das Wichtigste neben einem breiten Energiemix ist, dass jeder Verbraucher sparsam mit der Energie umgeht und - zum Beispiel beim Kauf von Haushaltsgeräten - auf die Energieeffizienz achtet."

Einiges zu verbessern hätten Land, Kommunen und Bürger auch beim Wärmeschutz an Gebäuden und der Modernisierung von Heizungen. Daneben müssten alle staatlichen Ebenen ein verbessertes Energie-management durch Leittechnik für Strom und Wärme in Verwaltungs- und Produktionsgebäuden, bei Antriebssystemen, bei Stromerzeugung und Elektrogeräten voranbringen. „Wir können dies alles nur im engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erreichen", betonte der Abgeordnete.

Die von der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufene Klima-Allianz, an der neben dem Bund Naturschutz auch die beiden großen Kirchen beteiligt seien, müsse deshalb auf eine breitere Grundlage gestellt werden. Anton Kern: „Jedes Unternehmen und jeder Bürger kann Klimaschützer sein. Das fängt damit an, dass man seinen Fernseher und seinen Computer nach Gebrauch ganz abschaltet und nicht auf Stand-by laufen lässt!"

Klimaschutz sei eine der zentralen Heraus-forderungen der Zeit. Aktuelle Studien belegten, dass durch den Klimawandel bereits schwerwiegende ökologische, ökonomisch» und soziale Folgen eingetreten seien. Bayern wolle diesem Trend gegensteuern. Im Zentrum stünden dabei die Vorsorge gegen einen weiteren Anstieg von Treibhausgasen und die Anpassung an die unvermeidbaren Folgen der Klimaveränderung.

„An dem Ziel der CO2-Reduzierung müssen wir auch unsere Energieversorgung ausrichten. Auch wenn wir die erneuerbaren Energien schneller ausbauen, können wir derzeit aber nicht auf die Kernkraft verzichten", sagte Anton Kern. Ohne ihre Nutzung ließen sich die weltweit angestrebten Klimaschutzziele nicht erreichen. Bei einem Ausstieg seien dann als Ersatz zwangsläufig fossile Kraftwerke erforderlich. Dies würde die CO2-Emissionen drastisch erhöhen und damit bisherige Erfolge bei der CO2-Reduktion zunichte machen.

„Für uns von der CSU ist klar, dass eine ganzheitliche und vorausschauende Klimaschutz-politik alle Potenziale nutzen muss. Wir wollen den Klimaschutz, aber wir werden bei allen Maßnahmen darauf achten, dass sich für unsere Wirtschaft und damit die Menschen in unserem Land keine negativen Auswirkungen haben", betonte Anton Kern.

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