Freilassinger Anzeiger vom 10. Februar 2007
Kotau vor der Autoindustrie
Frühlingswetter im Februar
  Leserbrief zu "Die Autolobby setzt sich gegen Brüssel durch"
CO2-Ausstoss soll bis 2012 nur auf 130 Gramm je Kilometer sinken,
im Freilassinger Anzeiger vom 8.Februar 2007
 
 

Frühlingswetter im Februar
Während im sonst bitterkalten Februar die ersten Blumen spriessen, weil es nach dem Wärmegefühl bereits April ist, und die Welt sich weg duckt vom neuesten UN Bericht über die Intensität des Klimawandels und zum politischen Tagesgeschäft wie Tornado Einsatz in Afghanistan übergeht, hat unser Bundeskanzlerin nichts besseres zu tun, als einen Kotau vor der Autolobby zu machen und sich gegen einen EU-Vorschlag zur CO2 Reduzierung in Autoabgasen zu wenden, wo sie doch als EU-Ratspräsidentin den Interessen der EU- Bürger und nicht den Gewinninteressen der Öl und Autowirtschaft dienen soll.

"Mit mir ist eine Reduktion nicht zu machen," O-Ton Merkel. Hiermit verspielt sie eine Menge Sympathie, die sie mit ihrer natürlichen einfachen Art bisher gewonnen hat. Haben wir nun nach einem Autokanzler Schröder jetzt eine Autokanzlerin Merkel? Wird dieser Titel im Kanzleramt vererbt?

Seit Jahrzehnten warnen bewusste Klimaschützer vor der anrollenden Gefahr des Klimawandels, es gibt immer mehr Umweltkatastrophen, aber es muss erst jahrzehntelang gemessen, geforscht und diskutiert werden, bis es nun im IPCC Bericht endlich amtlich geworden ist. CO2 ist das für den Klimawandel hauptverantwortliche Klimagas, und der Mensch ist mit seiner auf der Nutzung fossilen Energien basierenden Lebensweise der Hauptverantwortliche dafür.

Jetzt ist es amtlich, jetzt darf der deutsche Bürger und auch der Beamte handeln. Aber was tut er? Es werden weiterhin Öl- Heizungen eingebaut und Baugebiete ausgewiesen, die ökologische Belange nicht berücksichtigen.

Man kann seinen Kopf auch so tief in den Sand stecken, dass man ihn nicht mehr heraus bekommt.

Wenn die Mitglieder der Regierungsparteien und der Autolobbyisten, schon nichts für sich tun wollen oder können, dann sollen Sie doch bitte für Ihre eigenen Kinder und Enkel Verantwortung für die Zukunft übernehmen und Ihnen eine Welt hinterlassen, in der die Lebensqualität der heutigen vergleichbar ist, und nicht einen um mehrere Grad heisseren Planeten.

Es gilt drastische Massnahmen gegen den CO2-Ausstoss zu rrgreifen, denn der Klimawandel wird nicht warten, bis wir Menschen uns bequemen, die jetzt gemütliche Lebensweise zu ändern.

Er kommt daher mit immer stärkeren Stürmen und heftigeren Wetterkatastrophen, bis das Leben auf der Erde für den Normalbürger unerträglich werden wird. Wir müssen halt schneller sein und dem Klimawandel den Saft, nämlich das vom Menschen erzeugte Kohlendioxid CO2, abdrehen.

Hermann Schubotz, Freilassing

 
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