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Leserbrief zum Artikel „Bürgerbegehren
wegen Naturbad“
Ich bin in Freilassing geboren und habe im „alten Bad“,
dem jetzigen Karpfenweiher, schwimmen gelernt und meine halbe Kindheit
mit den Fischen gebadet. Bakterien waren in dem Wasser, von dem
ich auch einiges geschluckt habe, wahrscheinlich mehr als in irgendeinem
bestehendem Naturbad.
Meine 4 Kinder haben allesamt in den ersten Lebensjahren, wie auch
ich in dem Alter, probiert wie Hühnerdreck schmeckt und sind
in einer Umgebung aufgewachsen, die alles andere als steril ist.
Sie sind heute fast alle erwachsen und kerngesund, ohne jegliche
Allergie oder sonstige Krankheit die aus der „Bakterienschwemme“
in ihrem bäuerlichen Umfeld hätte eigentlich entstehen
müssen.
Mir ist klar, daß damit nicht die gesamte „Naturbadproblematik“
erklärt ist aber ich frage mich, wann wir endlich begreifen,
daß wir sowohl finanziell als auch von unserem Anspruchsdenken
zurückstecken müssen, wenn unsere Nachfahren auch noch
auf dieser Welt ein Auskommen haben sollen.
Wenn das Naturbad überlastet ist, ist es eben ein paar Tage
gesperrt. Wir haben im Freibad eine riesige Fläche zur Verfügung
auf der genügend Freizeit- Alternativen geschaffen werden können.
Wenn das Bad nach ein paar Regentagen zu kalt ist.........na und,
das ist doch bei den Seen nicht anders und die Leute kommen trotzdem.
Ich bin nicht mit allem einverstanden was unser Stadtrat beschließt
aber in diesem Fall stehe ich voll Hinter seiner Entscheidung, die
zukunftsorientiert ist und unseren finanziellen Möglichkeiten
Rechnung trägt.
Dieses Bürgerbegehren, das hier von einer einzelnen Person
angestrebt wird (und hoffentlich nicht Zustande kommt) kostet eine
Menge Geld und bringt nicht mal eine Alternative. Es sollten vielleicht
einmal die Leute die für etwas sind aufstehen und ihre Meinung
sagen und nicht nur die Gegner.
Bernhard Schmähl
Enzianstr. 35
83395 Freilassing
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