Stadtjournal Freilassing vom 25. November 2006
Bürgersonnenkraftwerke Freilassing
Freilassing glänzt mit einem neuen Solarkraftwerk - Bürgersonnenkraftwerke finanzieren neue Photovoltaikanlage aus eigenen Mitteln

Die neue Photovoltaik Anlage der Bürgersonnenkraftwerke Freilassing (rechts) bedeckt nun mit den beiden bestehenden Anlagen fast das gesamte Dach des Feuerwehrhauses und erzeugt im Jahr rund 14.000 Kilowattstunden Strom und vermeidet 9 Tonnen Kohlendioxid. Foto: Hermann Schubotz

Freilassing(schu) Ein weiteres Solarkraftwerk wurde auf Freilassings Dächern installiert. Die von den Gesellschaftern der Bürgersonnenkraftwerke Freilassing finanzierte Photovoltaik-anlage wurde nun auf dem Dach des Feuerwehrhauses als dritte Anlage der Gesellschaft installiert. Mit einer Leistung von 5,40 Kilowattpeak (kWp) wird die neue Anlage etwa 4.900 Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlichen Strom erzeugen und in das öffentliche Netz einspeisen.

Die Mitglieder der Bürgersonnenkraftwerke Freilassing hatten beschlossen, aus den vorhandenen Mitteln ein neues Kraftwerk zu bauen. Mit vereinten Kräften und einigen neu hinzu gewonnenen Förderern kam die benötigte Summe zusammen und so konte der Auftrag zum Bau der Anlage einem heimischen Elektrounternehmen erteilt werden.

Nun sind die 18 Module a 300 Watt auf dem Dach der Feuerwehr Freilassing installiert und speisen umweltfreundlich erzeugten Strom in das Verbrauchernetz ein. Die Gesellschaft der Bürgersonnenkraftwerke bekommt aufgrund des Gesetzes zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) einen festgesetzten Einspeisetarif, der über 20 Jahres konstant bleibt.

Somit erfüllen die Bürgersonnenkraftwerke ihren Gesellschaftszweck, indem Photovoltaik Anlagen im Stadtgebiet installiert werden und es Bürger ohne geeignetem Hausdach ermöglicht wird, sich als Förderer an dieser schadstoffarmen Form der Energieerzeugung zu beteiligen. Es können natürlich gerne weitere Mitglieder und Förder aufgenommen werden, wie Vorstandsmitglied Hermann Schubotz mitteilte.

Die Freilassinger betreiben nun ein Solarkraftwerk von insgesamt rund 15 kWp, das etwa 14.000 Kilowatt Stunden Strom erzeugt und damit über 9 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) vermeidet. Zum Vergleich sei anzumerken, dass jeder Bundesbürger für rund 10 Tonnen CO2 Emissionen verantwortlich sei, und mit einer Beteiligung an Solarkraftwerken, Sonnenwärme-Anlagen, Biomasse Heizungen und anderen Energieformen aus erneuerbaren Energien könne er diese Belastung reduzieren.

(Gerade im Hinblick auf der kürzlich statt gefundenen Klimakonferenz in Nairobi ist jeder Bürger aufgerufen, sich mit der Energieversorgung und den Energiepreisen auseinanderzusetzen und auf eine Reduzierung der Abhängigkeit von ausländischen Energien durch vermehrte Verwendung heimischer wie solarer Energieformen hinzuwirken, meinte Schubotz abschliessend.)


Aktuelle Fotos der neuen Anlage sind auf der Webseite www.sonnenkraft-freilassing.de zu sehen -schu-
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