| BERCHTESGADENER LAND - Für die
Kreis-Grünen stehen auch in den nächsten beiden Jahren die
„klassischen" Grünen-Themen im Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Wie Kreisvorsitzender Franz Eder auf der jüngsten Fraktionssitzung
erläuterte, seien die Themen, die schon seit Jahren die Arbeit
der Kreistagsfraktion und des Kreisverbandes beschäftigten, keineswegs
„Ladenhüter", sondern hätten an Aktualität
im abgelaufenen Jahr sogar zugelegt. Mit diesen Themen wolle man auch
den Kommunalwahlkampf im übernächsten Jahr bestreiten. |
Eine solche Verödung der Zentren
werde sich auch auf die touristische Attraktivität historischen
Ortszentren negativ auswirken. Demgegenüber sollte sich der
Landkreis darauf konzentrieren, im Bereich von Hochtechnologie voranzukommen.
Das Projekt Galileo nannte Wimmer in diesem Zusammenhang eine einmalige
Chance.
Ein weiteres wichtiges „Wirtschaftsthema ist nach Auffassung
Wimmers das Thema Energiewende. Anhand der beeindruckenden Zahlen
der Aktion „Solarstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein"
seit diesem Jahr sowie auch der Aktion „Sonnenwärme vom
Watzmann bis zum Wendelstein" könne unmittelbar belegt
werden, dass mit „grünen Themen schwarze Zahlen"
geschrieben werden könnten. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz
sei ein erstklassiges Instrument zur regionnalen Wirtschaftsförderung
und zur Förderung von Handwerksbetrieben. Trotz grosser Erfolge
im Landkreis Berchtesgadener Land auf diesem Gebiet zeigten die
Vergleichszahlen aus dem Nachbarlandkreis Traunstein, dass in diesem
Bereich noch „Luft nach oben" vorhanden sei.
Beim Thema Kreiskliniken forderte Wimmer, den eingeschlagenen
Weg konsequent weiter zu verfolgen. Die Entwicklung der letzten
beiden Jahre zeige, dass die vorgenommenen Strukturentscheidungen
richtig gewesen sind. |
| Kerngedanke grüner Thematik sei der Begriff
der Nachhaltigkeit, an dem alle Einzelthemen „durchdekliniert"
werden müssten. Das klassische Nachhaltigkeitsthema sei dabei
die Energiepolitik. Eder erinnerte daran, dass der Kreistag vor
einigen Jahren beschlossen habe, bis zum Jahr 2020 einen kompletten
Umstieg auf erneuerbare Energien vollziehen zu wollen.
In der täglichen Arbeit des Kreistages und vieler Stadt-
oder Gemeinderäte vermisse er aber eine konsequente Ausrichtung
an diesem Ziel. Wie wichtig ein entschlossener Umstieg auf erneuerbare
Energien sei, hätten die Überschwemmungen und die Wirbelstürme
der letzten Jahre gezeigt. Doch trotz der unabweisbaren Belege für
einen Klimawandel agierten die Verantwortlichen in unserem Landkreis
teilweise immer noch so, als gebe es diesen Klimawandel nicht. Als
Beispiele nannte Eder die Erschließungspläne für
Götschen und Predigtstuhl.
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Als weiteres Hauptthema für die kommenden Jahre
nannte Eder die Gentechnik in der Landwirtschaft. Hier konstatierte
der Grünen-Kreischef, dass auch in ändern Parteien ein
Umdenken im Gange sei. Bei diesem Thema wollten die Kreis-Grünen
weiter Druck machen, um doch noch eine gentechnikfreie Anbauzone
im Berchtesgadener Land zu erreichen. Die Themen Verkehr, Müll
und Naturschutz nannte der Laufener Stadtrat als weiter wichtige
ökologische Themen für die Kreistagsarbeit.
Der Grünen-Kreistagsfraktionsvorsitzende Dr. Bartl Wimmer
bekräftigte, dass die Kreis-Grünen aber auch bei den Themen
Wirtschafts- und Gesundheitspolitik „am Ball bleiben"
wollten. In diesem Zusammenhang erteilte Wimmer erneut der Ansiedlungspolitik
im Bereich Einzelhandels-großprojekte eine Absage. Einerseits
würden neue Flächen versiegelt und neuer Verkehr erzeugt,
andererseits würden intakte Einzelhandels-strukturen in den
Ortskernen zerstört. Mit einer solchen Politik werde die Verödung
der Ortszentren in Kauf genommen. |