|
Salzburg (schu) Auf Einladung des Salzburger Privatsenderes Radiofrabrik bekam
die Agenda21 im Berchtesgadener Land eine Gelegenheit, sich den
Salzburgern vorzustellen und über die Umsetzung dieses weltweiten
Programms zur Erhaltung der Lebensfähigkeit des Planeten in
Bayern zu berichten.
Hermann Schubotz (links) aus dem Sprecherteam erläuterte im
Radio die Nachhaltigkeit als Grundprinzip aller Agenda21 Aktivitäten.
(Das bedeutet, das aus einem System nur soviel herausgenommen oder
verwendet wird, wie es auch nachwächst z.B. aus dem Wald nur
so viele Bäume schlagen, dass die Substanz erhalten bleibt,
oder kurz gesagt, von den Zinsen und nicht vom Kapital leben. Es
sollen die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedet
werden, ohne die Lebenschance künftiger Generationen zu gefährden.
Ein Grossteil des weltweiten Wirtschaftens hält sich nicht
an dieses Prinzip, denn die Fischbestände in den Ozeanen werden
überfischt, der Regenwald wird abgeholzt, Bodenschätze
werden geplündert, Ressourcen werden vergeudet. Um jetzt dieses
Prinzip der Nachhaltigkeit umzusetzen, muss ein Ausgleich der Interessen
der Wirtschaft, der Umwelt und des Sozialen erreicht werden, führte
Schubotz im Salzburger Privatsender Radiofrabrik weiter aus. Wenn
ein Gewerbegebiet in einem Naturschutzgebiet gebaut werden soll,
dann werden nur ökonomische, aber keine ökologischen Interessen
vertreten. Wenn Arbeiter entlassen werden, um den Gewinn einer Firma
zu steigern, dann werden soziale Interessen, in diesem Falle durch
den Verlust von Arbeitsplätzen, verletzt.
Die Agenda21 kann man auch als Handlungsanleitung für das 21.Jahrhundert
ansehen. Hierzu hat die Konferenz für Umwelt und Entwicklung
in Rio de Janeiro in Brasilien im Jahre 1992 ein 40 Punkte Programm
ausgearbeitet, um die weltweiten ökonomischen, ökologischen
und sozialen Probleme in den Griff zu bekommen.
|

Viel zu schnell ging diese Radiostunde vorbei, meinten Evelyn Zamecnik
und Walter Weiglhofer von der Sendung Eurosolar in der Radiofabrik
und äusserten den Wunsch, den Gast aus Bayern für eine nächste
Sendung wieder gewinnen zu können.
Der Punkt Neun nennt sich "Schutz der Erdatmosphäre".
Das bekannte Kyoto Protokoll zur Reduzierung der Treibhausgase gegen
den Klimawandel gehört dazu. Hierzu führte Hermann Schubotz
aus, habe der Kreistag im Berchtesgadener Land im Jahre 2001 einen
richtungsweisenden Beschluss gefasst, nämlich die Energieversorgung
des gesamtem Landkreises auf erneuerbare Energien umzustellen. Wie
er gehört habe, gebe es ein ähnliches Vorhaben für
das Land Salzburg, man könne hier gut über die Landesgrenze
hinweg zusammenarbeiten. Schubotz selbst arbeite in dieser Energie
Arbeitsgruppe, und man suche weitere Mitstreiter, um die immense Arbeit,
besonders Daten herbeischaffen und berechnen, zu meistern. Interessen
können sich gerne an Hermann Schubotz Telefon 0049-8654-494105
wenden oder auf der Webseite www.agenda21-bgl.de nachschauen. |