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FREILASSING (st) - Neben dem „heißen Thema"
Heizkraftwerk (wir berichteten) kamen bei der Bürgerversammlung
noch eine ganze Reihe weiterer Wünsche und Anfragen aufs Tapet.
Anliegen, die per Mehrheitsentscheid zu einem Antrag erhoben wurden,
müssen innerhalb von drei Monaten im Stadtrat oder dem zuständigen
Ausschuss behandelt werden.
Heinz Tschimpke stellte einen Antrag, den Fußweg
zwischen Vinzentiusstraße (beim Rot-Kreuz-Haus/Krankenhaus)
und Petersweg in einen begehbaren Zustand auszubauen. Er werde viel
von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Leider könnten
zwei sich begegnende Personen nicht aneinander vorbei-gehen oder
-radeln. Seines Erachtens könnte der Weg mit geringem Kostenaufwand
begradigt und aufgekiest werden, meinte der frühere Standesbeamte.
Im Stadtbauamt sieht man das anders, wie Bürgermeister Josef
Flatscher vortrug. Der Weg befinde sich größtenteils
auf privaten Flächen, die bei einem Ausbau gekauft oder gepachtet
werden müssten. Außerdem müsste er verbreitert und
befestigt werden. Somit wäre der Ausbau zwar wünschenswert,
aber mit erheblichen Kosten und Folgekosten (Unterhalt, Winterdienst)
verbunden. Heinz Tschimpke gab sich damit nicht zufrieden. „Mit
Geld lässt sich alles machen", meinte er lapidar. Die
Versammlung erhob sein Anliegen zum Antrag.
Anna-Maria Sendler-Rittmann beantragte die Schneeräumung
an allen Bushaltestellen und zwar für die gesamte Buslänge.
Nach Mitteilung des Bauhofs werden Gehsteige und Fußwege an
Bushaltestellen von Klein-fahrzeugen geräumt und gestreut.
Der Hand-räumdienst des Bauhofs räume die Zugänge
der Fahrgäste zwischen Gehsteig und Straße frei, der
Rest bleibe bis zum endgültigen Abtransport in den nächsten
Tagen liegen. Die Bürgerversammlung ließ es bei dieser
Auskunft bewenden.
Elke Michel-Blagrave beantragte eine Bürgerbeteiligung
zum Thema „Sanierung des Freibads" in Form eines Informationsabends.
Dies habe der Stadtrat zwischenzeitlich schon beschlossen",
erläuterte Bürgermeister Fiatscher. Michel-Blagrave bat,
dazu bestimmte Fachleute zuzuziehen wie den Architekten Michael
Grüner, der Naturbäder untersucht hat.
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(Foto vom Fussweg, Rotes-Kreiz-Haus zum Petersweg am
Krankenhausgelände vorbei)
Gern von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird ein schmaler
Pfad zwischen Krankenhaus und Petersweg. Heinz Tschimpke beantragte
nun in der Bürgerversammlung den Ausbau zu einem richtigen Fuß-
und Radweg. Da er größtenteils über Privatgrund verläuft,
müsste die Stadt die benötigen Flächen kaufen oder
pachten. Foto: Stronk
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Hermann Schubotz sprach das im Mai
2000 beschlossene Leitbild der Stadt an und hier speziell das Handlungsfeld
„Energie und Klimaschutz". Er erbat einen Zwischenbericht
über die inzwischen durchgeführten Maßnahmen und
eine Dokumentation, inwieweit man dem Ober-Ziel „Die Stadt
Freilassing als Vorreiter beim aktiven Klimaschutz" seitdem
näher gekommen ist. Darüber hinaus soll der Energiebericht
aus den 90er-Jahren den Mit-gliedern des Agenda21-Arbeitskreises
Wirt-schaft und Energie vorgelegt werden, zusammen mit einem Bericht
über alle bereits durchgeführten Maßnahmen und mit
einer Liste aller sich im kommunalen Besitz befindlichen Immobilien
mit energie-relevanten Daten. Die Stadtverwaltung soll den Agenda-21-Prozess
wieder aktivieren.
Bürgermeister Josef Flatscher erklärte, für Januar
oder Februar sei eine Vollversamm-lung der Agenda-Mitarbeiter vorgesehen.
Ferner wollte Schubotz wissen, wieso ein Salzburger
Unternehmen in Freilassing ein Heizkraftwerk planen kann, während
ein gemeinsames Heizkraftwerk für die neuen Wohnhäuser
an der Staufenstraße nicht möglich war. „Brauchen
wir erst den Anstoß von außen, um auf die Idee zu kommen,
erneuerbare Energien einzusetzen und warum schaffen wir es nicht,
ein eigenes Kraftwerk zu bauen und die verdienten Überschüsse
in die Stadtkasse fließen zu lassen? Besteht noch eine Möglichkeit,
wenn man allen guten Willen zusammenfasst und über Fraktionsgrenzen
hinwegdenkt, dass dennoch das Heizkraftwerk an der Staufenstraße
Realität werden kann?"
Das sei nicht mehr möglich, nachdem die Grundstücke
schon zum Teil vergeben und die Straßen asphaltiert sind,
erklärte Bürger-meister Fiatscher. Ein solches Kraftwerk
sei diskutiert worden, doch sei die Verwaltung dagegen gewesen,
weil man ein Grundstück mit Lagerplatz benötigt hätte.
Auch wollte man den künftigen Bewohnern keinen Anschlusszwang
auferlegen. So habe sich der Stadtrat damals mehrheitlich dagegen
ausgesprochen. Hermann Schubotz fand das schade
und sprach von einer verpassten Chance.
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Barbara Utzmeier ist Elternbeiratsvorsitzende
der Grundschule und sprach eine leidige Angelegenheit an. Oft halten
sich dort schulfremde Personen auf, gehen durch oder benutzen die
Toiletten. Deshalb sollen die sieben Eingänge mit Schlössern
so gesichert werden, dass man nur noch über Anmeldung beim
Sekretariat per Knopfdruck in die Schule gelangt. Leider sei die
beauftragte Firma seit Mai nicht in der Lage, die richtigen Schlösser
einzubauen. „Machen Sie das zur Chefsache, dass endlich etwas
geschieht", appellierte Utzmeier an Bürgermeister Josef
Flatscher. Sorge bereitet der Elternschaft auch die Sicherheit der
Kinder in der sanierungsbedürftigen Badylon-Tumhalle. Barbara
Utzmeier bat um Informationen. Bürgermeister Flatscher sagte
eine entsprechende Veröffentlichung zu.
Konrad Huber beklagte, dass es in dem neuen Arztezentrum
an der Reichenhaller Straße keinen Aufzug für Rollstuhlfahrer
gibt.
Peter Bleibinger ärgert sich über Autos,
die häufig unerlaubt durch die Fußgängerzone fahren
und bat um mehr Kontrollen durch die Polizei.
Freilassings Pölizeichef Berndt Jersch sagte,
allein am vergangenen Samstag seien wieder fünf Autofahrer
verwarnt worden. Die Polizei könne aber nicht überall
sein.
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