Freilassinger Anzeiger vom 25. Oktober 2006
Neues Solarkraftwerk am Feuerwehrhaus
Bürgersonnenkraftwerke finanzieren neue Photovoltaikanlage aus eigenen Mitteln
Freilassing(schu) Ein weiteres Solarkraftwerk wurde in Freilassing installiert. Die von der Gesellschaft Bürgersonnenkraftwerke Freilassing finanzierte Photovoltaik-anlage wurde im Juli beschlossen und nun auf dem Dach des Feuerwehrhauses als dritte Anlage installiert. Mit einer Leistung von 5,4 Kilowattpeak (kWp) wird die neue Anlage etwa 4.900 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen und in das öffentliche Netz einspeisen.

Einstimmig hatten die Mitglieder der Bürgersonnenkraftwerke Freilassing im Juli beschlossen, mit den vorhandenen Mitteln ein neues Kraftwerk zu bauen. Mit vereinten Kräften der bestehenden Mitgliedern und einigen neu hinzu gewonnenen Förderern kam die benötigte Summe zusammen. So konnte der Vorstand im August einem heimischen Elektrounternehmen den Auftrag zum Bau der Anlage erteilen.

Nun sind die 18 Module a 300 Watt auf dem Dach der Feuerwehr Freilassing installiert und werden ab sofort ihrem umweltfreundlichen Strom in das Freilassinger Verbrauchernetz einspeisen. Die Gesellschaft der Bürgersonnenkraftwerkler bekommt aufgrund des Gesetzes zum Vorrang erneuerbarer Energien einen festgesetzten Einspeisetarif, der über 20 Jahres konstant bleibt.

(Somit erfüllen die Bürgersonnenkraftwerke ihren Gesellschaftszweck, indem Photovoltaik Anlagen im Stadtgebiet installiert werden und es Bürger ohne geeignetem Hausdach ermöglicht wird, sich als Förderer an dieser umweltfreundlichen und schadstofflosen Form der Energieerzeugung zu beteiligen, wie Vorstandsmitglied Hermann Schubotz mitteilte.)

Mit den beiden bestehenden Anlagen von je 4,8 kWp, die in den Jahren 2001 und 2002 installiert wurden, betreiben die Freilassinger nun ein Solarkraftwerk von insgesamt 15 kWp, das etwa 14.000 Kilowatt Stunden Strom erzeugt und damit über 9 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) vermeidet.

3.PV Anlage des Bürgersonnenkraftwerkes Freilassing auf dem Feuerwehrhaus
Die neue Photovoltaik Anlage der Bürgersonnenkraftwerke Freilassing (rechts) bedeckt nun mit den beiden früheren Anlagen fast das gesamte Dach des Feuerwehrhauses und erzeugt im Jahr rund 14.000 Kilowattstunden Strom und vermeidet 9 Tonnen Kohlendioxid. Foto: Hermann Schubotz

(Zum Vergleich merkte Schubotz an, dass jeder Bundesbürger für rund 10 Tonnen CO2 Produktion verantwortlich sei, und mit einer Beteiligung an Solarkraftwerken, Sonnenwärme-Anlagen, Biomasse Heizungen und anderen Energieformen aus erneuerbaren Energien könne er diese Belastung reduzieren. Als weitere Möglichkeit der Reduzierung der Umweltbelastung nannte Schubotz das altbekannte Energiesparen durch energiebewussten Umgang mit der Edel Energie Strom, was auch von den Herstellern der Elektrogeräte durch Energie-effiziente Geräte unterstützt werden sollte.

Gerade im Hinblick auf den kürzlich statt gefundenen Energiegipfel im Bundeskanzleramt sei jeder Bürger aufgerufen, sich mit der Energieversorgung, der Versorgungssicherheit und den Energiepreisen auseinanderzusetzen und auf eine Reduzierung der Abhängigkeit von ausländischen Energien durch vermehrte Verwendung heimischer wie solarer Energieformen hinzuwirken, meinte Schubotz abschliessend. Aktuelle Fotos der neuen Anlage sind auf der Webseite www.sonnenkraft-freilassing.de zu sehen -schu-)

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