| Hamburg (dpa) - Wissenschaftler haben im
Auftrag der Vereinten Nationen (UN) einen neuen Klimabericht erstellt,
der den Regierungen nach Informationen der WamS als »streng
vertraulicher« Entwurf vorliegt.
Die Studie kommt nach Informationen der Zeitung zu Ergebnissen,
die zum Teil weit über die des UN- Klimaberichts von 2001 hinausgehen.
Die Studie sei die Grundlage für den vierten UN-Klimabericht,
der im kommenden Jahr verabschiedet werden solle. Das Umwelt-ministerium
erwartet demnach auf der Basis dieser Daten bis 2100 weltweit eine
mittlere Erwärmung um drei Grad Celsius. Deutschland werde
laut Studie unter bisher unbekannten Hitzewellen und Dürreperioden
leiden. Im Sommer könnten die Höchsttemperaturen in den
kommenden Jahrzehnten immer wieder deutlich über 40 Grad steigen,
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auch werde es viel häufiger Nächte mit Temperaturen
über 20 Grad geben, hieß es. Die Arktis werde im Sommer
eisfrei sein. Mit den Prognosen verbinden die Wissenschaftler unter
anderem schwerwiegende Folgen für die Landwirtschaft.
Auch die Auswirkungen auf die Alpen seien groß. »Kleine
Gletscher werden verschwinden, während größere Gletscher
um bis zu 70 Prozent abschmelzen, allein bis zum Jahr 2050«,
zitiert die Zeitung aus dem UN-Bericht. Dass die Klimaerwärmung
Süddeutschland und den Alpenraum besonders stark trifft, ist
jedoch nicht neu. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf stellte
Anfang August eine Initiative für einen Aktionsplan für
den gesamten Gebirgsraum vor. Die bayerischen Gletscher seien bereits
um 70 Prozent geschrumpft, hieß es.
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