| Bad Reichenhall. Das Bild einer Solarwerkstatt
am Rathausplatz in den Sommerferien scheint sich zu verstetigen,
bereits im zweiten Jahr lieferte der Freilassinger Webdesigner Hermann
Schubotz im Namen der Agenda21 Gruppe des Landkreises einen Solarbastelkurs
für Reichenhaller Kinder im Rahmen des Bad Reichenhaller Ferienprogramms
an.
Die Kinder mussten eine leere Fischdose mit einem Pappkarton und
Heissklebepistole wieder verschliessen und zwei Halterungen für
eine Photovoltaik-Zelle (das bedeutet, aus Licht wird Strom) und
einen kleine Motor erstellen.
Die Idee dabei war, dass die Kinder aus Recyclingmaterial, wie
Karton und Strohalmen und dazu gekauften Solarteilen ein vernünftiges
Spielzeug selber herstellen sollten. Je geschickter und präziser
sie arbeiteten, um so gelungener sah das Werk nachher aus.
Die fertigen Solarboote drehten im frisch gereinigten Rathausbrunnen
selbst bei bedecktem Himmel ihre Runden. In einem Gespräch
mit Rathauschefs Dr. Herbert Lackner, der die neue "Werkstatt"
vor dem Rathaus besichtigte, erklärte Schubotz, dass die Photovoltaik
im grösseren Massstabe eingesetzt, ganze Städte mit Strom
versorgen könnte. So benötigt ein normaler Haushalt etwa
40 Quadratmeter dieser Photovoltaik-Module auf dem eigenen Hausdach,
um daraus mengenmäßig seinen gesamten Strombedarf zu
decken. Auf diese langlebigen Module geben Hersteller über
20 Jahre Garantie. |

Mit viel Freude testeten die Kinder ihre selbst gebastelten Solarboote
im Brunnen am Rathausplatz von Bad Reichenhall. Foto: Nicol Wenig
(Je mehr Haushalte sich zu dieser modernen und umweltfreundlichen
Energieerzeugung entschließen könnten, desto eher kann
die Gesamtwirtschaft aus der alten umweltschädlichen Energie-erzeugung
aus fossilen und damit endlichen und teuren Rohstoffen aussteigen.
Zudem müssen nicht Energierohstoffe aus unsicheren Herkunftsländern
risikoreich (Tankerunglücke) herbeigeschafft werden) |
Man kann mit einer Anlage auf dem eigenen Dach seinen
gesamten Strombedarf decken, und damit die Energie der Sonnenstrahlung
kostenlos nutzen. Als weiteres wichtiges Argument für die Nutzung
erneuerbarer Energien im großen Stile nannte der Solar-Kursleiter
die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region
durch die vermehrte Installation von Anlagen.
(zur Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie für Strom und Wärme.
So bleibt das Geld und die Wirtschaftskraft in der Region, das lokale
Handwerk bekommt regelmäßige Aufträge.)
Nach diesem Ausflug in die grosse Energiepolitik wandte sich Hermann
Schubotz wieder seinen Solarwerkern zu und schaute drauf, dass die
Boote vor Mittag noch fertig wurden und im Rathaus-Brunnen ausgiebig
auf "Seetüchtigkeit" getestet werden konnten.
Die Nachfrage nach Solartechnologie bei den Kindern war so gross,
dass am Nachmittag ein weiterer Solarbastelkurs durchgeführt
werden konnte. Weitere Bilder und Berichte zu dem Kurs sind unter
www.solarbasteln.de zu sehen. |