Reichenhaller Tagblatt vom 2. September 2006
Schiffchen shippern im Rathausbrunnen
Kinder basteln Solarboote im Rahmen de Ferienprogrammes

Bad Reichenhall. Das Bild einer Solarwerkstatt am Rathausplatz in den Sommerferien scheint sich zu verstetigen, bereits im zweiten Jahr lieferte der Freilassinger Webdesigner Hermann Schubotz im Namen der Agenda21 Gruppe des Landkreises einen Solarbastelkurs für Reichenhaller Kinder im Rahmen des Bad Reichenhaller Ferienprogramms an.

Die Kinder mussten eine leere Fischdose mit einem Pappkarton und Heissklebepistole wieder verschliessen und zwei Halterungen für eine Photovoltaik-Zelle (das bedeutet, aus Licht wird Strom) und einen kleine Motor erstellen.

Die Idee dabei war, dass die Kinder aus Recyclingmaterial, wie Karton und Strohalmen und dazu gekauften Solarteilen ein vernünftiges Spielzeug selber herstellen sollten. Je geschickter und präziser sie arbeiteten, um so gelungener sah das Werk nachher aus.

Die fertigen Solarboote drehten im frisch gereinigten Rathausbrunnen selbst bei bedecktem Himmel ihre Runden. In einem Gespräch mit Rathauschefs Dr. Herbert Lackner, der die neue "Werkstatt" vor dem Rathaus besichtigte, erklärte Schubotz, dass die Photovoltaik im grösseren Massstabe eingesetzt, ganze Städte mit Strom versorgen könnte. So benötigt ein normaler Haushalt etwa 40 Quadratmeter dieser Photovoltaik-Module auf dem eigenen Hausdach, um daraus mengenmäßig seinen gesamten Strombedarf zu decken. Auf diese langlebigen Module geben Hersteller über 20 Jahre Garantie.


Mit viel Freude testeten die Kinder ihre selbst gebastelten Solarboote im Brunnen am Rathausplatz von Bad Reichenhall. Foto: Nicol Wenig
(Je mehr Haushalte sich zu dieser modernen und umweltfreundlichen Energieerzeugung entschließen könnten, desto eher kann die Gesamtwirtschaft aus der alten umweltschädlichen Energie-erzeugung aus fossilen und damit endlichen und teuren Rohstoffen aussteigen. Zudem müssen nicht Energierohstoffe aus unsicheren Herkunftsländern risikoreich (Tankerunglücke) herbeigeschafft werden)

Man kann mit einer Anlage auf dem eigenen Dach seinen gesamten Strombedarf decken, und damit die Energie der Sonnenstrahlung kostenlos nutzen. Als weiteres wichtiges Argument für die Nutzung erneuerbarer Energien im großen Stile nannte der Solar-Kursleiter die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region durch die vermehrte Installation von Anlagen.

(zur Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie für Strom und Wärme. So bleibt das Geld und die Wirtschaftskraft in der Region, das lokale Handwerk bekommt regelmäßige Aufträge.)

Nach diesem Ausflug in die grosse Energiepolitik wandte sich Hermann Schubotz wieder seinen Solarwerkern zu und schaute drauf, dass die Boote vor Mittag noch fertig wurden und im Rathaus-Brunnen ausgiebig auf "Seetüchtigkeit" getestet werden konnten.

Die Nachfrage nach Solartechnologie bei den Kindern war so gross, dass am Nachmittag ein weiterer Solarbastelkurs durchgeführt werden konnte. Weitere Bilder und Berichte zu dem Kurs sind unter www.solarbasteln.de zu sehen.

Weitere Fotos zum Solarbastelkurs in Bad Reichenhall unter:
http://www.stadt-bad-reichenhall.de/veransta/veransta_ferien/veransta_ferien.htm
und www.solarbasteln.de
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