| Freilassing(schu) Für einen Tag wurde
der Rathaussaal in Freilassing zu einer solaren Bootswerft umfunktioniert.
Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz führte einen Solarbastelkurs
für Kinder. Fünfzehn Buben und Mädchen trafen sich
vormittags und nachmittags, um in die Kunst des Solarboot Bauens
eingewiesen zu werden.
Die Boote sollten mit moderner Technologie ausgestattet werden
und sich mit der Kraft der Sonne bewegen. Die jungen Bootsbauer
hatten viel Spaß beim Basteln von Solarbooten und konnten
gleichzeitig erkennen, dass die kostenlos zur Verfügung stehende
saubere Energie aus der Sonne in brauchbares Spielzeug umgesetzt
werden kann. Die fertigen Solarboote aus einer Fischdose, Karton
und Strohhalm bestanden ihren Tauglichkeitstest in einem Kinderplanschbecken
allein mit der Kraft aus indirektem Sonnenlicht, obwohl schwere
Wolken die Sonne verdeckten. Die Energie kam aus einer aufgelöteten,
diesmal grösseren Photovoltaikzelle, die mit dem erzeugten
Solarstrom einen kleinen Elektromotor antrieb.
Das Freilassinger Rathaus wurde kurzfristig zur Bootswerft umfunktioniert.
Im Vorfeld empfahl der Kursleiter Hermann Schubotz den Kindern,
die benötigten Teile ganz im Stil eines Ingenieurs nach den
vorgelegten Maßen zuerst mit dem Lineal auszumessen und anzuzeichnen
und dann erst das Material aus Pizza-Kartons, Obstkartons, oder
Apfelsaftdosen mit der Schere auszuschneiden. Das Werk sollte gerade
ausgerichtet und ordentlich verarbeitet werden, denn die Solarboote
sollte eine Weile in Funktion bleiben und auch ein verdientes Lob
der Eltern einbringen.
Zunächst schnitten die jungen Solarbauer die Abdeckung für
die mitgebrachte leere Fischdose fachgerecht aus einem Gurkenkarton
aus und klebten sie mit einer Heissklebepistole auf der Dose fest
und verschlossen sie damit wieder. Somit wurde ein wasserdichter
und schwimmfähiger Bootskörper gefertigt. Für diesen
Rumpf bastelten die Kinder zwei aus mehreren Teilen bestehende Halterungen
für die Photovoltaik Zelle und den Solarmotor und klebten sie
dann gerade auf der Fischdose fest. |

Stolz liessen die Freilassinger Kinder ihre Solarboote, die sie unter
Anleitung von Hermann Schubotz (hinten) und Stefanie Riehl gebastelten
haben, in einem Planschbecken schwimmen. Foto: Hermann Schubotz
Regelmässig wurden die vorgefertigten Musterteile untersucht,
damit Flügel und Ständer an der richtigen Seite der Halterungen
angeklebt wurden und eine ordentliche Arbeit darstellten. Die mitgelieferten
Strohhalme wurden in der Mitte durchgeschnitten und der roten Antriebspropeller
mit Klebe und Geschick am unteren Ende festgeklebt.
Den kleinen, über 20 Gramm schweren Elektromotor klebten die
jungen Schiffsbauer auf die Halterung und achten darauf, das er
nicht am Bootsrand schrammte und damit die Antriebsenergie verloren
ging. Auch musste sich die Schiffsschraube auch nach der Befestigung
noch leicht bewegen.
Aus Sicherheitsgründen lötete der Kursleiter Hermann
Schubotz die vorgefertigten rund fünfundzwanzig Quadratzentimeter
großen und schnell zerbrechlichen Solarzellen an den beiden
Drähten des Motors fest und befestigte diese Zelle nun auf
der Halterung am Boot.
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Die bereitstehende Bürolampe erweckte die Freilassinger
Solarboote sofort zum Leben. Der Stromfluß von der Solarzelle
zum Motor funktionierte, die Schraube drehte sich in der Luft. Schnell
erkannten die Solarbastler, dass das Licht die Phtovoltaik-Zelle
anregte, Strom zu erzeugen und dieser den kleinen Motor antrieb.
Draussen wurden die Boote dann in das Kinderplanschbecken gesetzt
und die Motorschraube drehte sich und trieb das Boot zu eine Rundfahrt
im Becken trotz bedecktem Himmel an. An Beispiel (der gebauten Solarboote
aus Solarmotor, Solarzelle und aus Recycling-Materal wie Obstkartons,
Strohhalmen und einer Fischdose) konnten die jungen Solarbastler
auf praktische Art selbst erleben, wie man die kostenlose Sonnenenergie
auch im täglichen Lebennutzbar machen kann.
Weiter Informationen zu Solarbastelkursen und mehr Fotos sind auf
der Internetseite
www.solarbasteln.de zu sehen. -schu-

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