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Freilassing(schu) Die Jahres-haupt-versammlung
des Bürger-Sonnen-kraftwerkes Ainring brachte ein Überraschung
für die anwesenden Förderer. Ab nächstem Jahr werden
die aufgelaufen und jährlichen Zinsen ausbezahlt. Mit einem
Plus von 19 Prozent beim Solarertrag war das vergangene Jahr 2005
das zweitbeste in der fünfjährigen Laufzeit. Das wesentliche
Ereignis des vergangenen Jahres bestand für die Solarfreunde
Ainring in der Errichtung einer dritten Photovoltaik-Anlage auf
der Grundschule Ainring im Herbst 2005, die seither zufriedenstellend
läuft.
(Allerdings muss das Engagement der Solaraktiven aus Ainring und
Umgebung auch unter dem Einfluss der weltweiten steigenden Anzahl
von Naturkatastrophen und den offensichtlich zu Ende gehenden fossilen
Energieressourcen zu sehen, wie Schriftführer Hermann Schubotz
in seinem Rechenschafts-bericht darlegte. )
Schriftführer Hermann Schubotz listete in seinem Rechenschaftsbericht
die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2005 auf. Mit der dritten
Photovoltaik Anlage (Strom aus Licht) mit einer Leistung von zehn
kWh, (diesmal im Ortsteil Feldkirchen auf dem Dach der Grundschule
Feldkirchen) erreicht das lokale Bürgersonnenkraftwerk eine
Gesamtleistung von 25 kWp. Die Leistung der Solaranlage soll auch
mit einer Aussenanzeige am Schulgebäude den Schülern,
Lehrern und Passanten sichtbar gemacht werden.
Des Weiteren berichtete Schubotz über die Solarbastelkurse,
die in fünf Gemeinden mit 100 Kindern im Rahmen der Ferienprogramme
auch mit Unterstützung von Mitgliedern der Solargemeinschaft
durchgeführt wurden und die heuer im Sommer fortgesetzt werden.
Die lokalen Solar-Aktivitäten dürften aber nicht isoliert
gesehen werden, denn wie aus den Presseberichten des letzten Jahres
ersichtlich, häufen sich Naturkatastrophen in Deutschland ebenso
wie weltweit. Dass die fossilen Energien zur Neige gehen, zeige
sich bereits in den rasant gestiegenen Kosten für Heizöl
und Sprit. |

Die Mitglieder des Bürger-Sonnenkraftwerkes
bekommen nun erstmals Zinsen ausbezahlt. Gesellschafter und Förderer
des Bürgersonnenkraftwerkes Ainring nach erfolgreicher Jahreshauptversammlung,
im Vordergrund der Vorstand von links, Georg Thesz, Hermann Schubotz,
Siegfried Eschlberger. Foto: Hermann Schubotz
(Die Gesetze der Marktwirtschaft besagten, dass je geringer eine Ware
am Markt vorhanden sei und je höher der Bedarf dafür steige,
desto höher wird der Preis für diese Ware, in diesem Falle
Erdöl sich entwickeln. Schubotz verwies auf die beiden Vorträge
zum Schluss der Versammlung, die eine konkrete Handlunganleitung zu
dieser Zwickmühle anbieten.)
Zwei wesentliche Entscheidungen der verflossenen rot-grünen
Regierung hätten den Regierungswechsel überlebt, einmal
das Gesetz zum Vorrang erneuerbarer Energien (EEG), das die wirtschaftliche
Grundlage für alle Bürgersonnenkraftwerke darstellt und
der Atom-Ausstiegsbeschluss. Auch die neue Bundesregierung habe
die Notwendigkeit der Förderung der erneuerbaren Energien im
Kampf gegen die Globale Erwärmung erkannt.
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Hermann Schubotz dankte allen Gesellschaftern und
Förderern, dass sie sich persönlich und mit eigenen finanziellen
Mitteln für eine Energiewende in der eigenen Heimat eingesetzt
haben.
Den Kassenbericht und trug Maria-Anna Eschlberger vor, die von
schwarzen Zahlen zum Jahresabschluss 2005 berichten konnte. Die
Berichte wurden einstimmig angenommen und der Vorstand für
das Jahr 2005 entlastet.
Ein Novum brachte der nächste Punkt der Tagesordnung. Hatten
in den vergangenen Jahren die Förderer, das sind Darlehensgeber
für die Erstellung von Photovoltaik Anlagen, ihre Ertragszinsen
zum Bau weiterer Anlagen auf dem Konto stehen gelassen, so beschlossen
die Gesellschafter, dass diese und die aufgelaufenen Zinsen zum
Ende dieses oder Beginn nächsten Jahres nun ausbezahlt werden.
(Die Förder mögen ihre betreffende Bankverbindung an
Frau Maria-Anna Eschlberger an die im Anschreiben an die Förderer
bereits genannt Kontaktdaten bekannt geben. Der Vorstand weist auch
auf die im Fördervertrag § 9 und 10 genannte Möglichkeit
hin, dass nach fünf Jahren unter gewissen berechtigten Umständen
das Kapital vorzeitig und auf Antrag an den Vorstand ausbezahlt
werden kann. )
Nach einer anregenden Diskussion über den Bau von weiteren
und zukünftigen Photovoltaik Anlagen zur Erzeugung umweltfreundlichen
Stroms im Gemeindegebiet schloss der Versammlungsleiter die
diesjährige Jahreshauptversammlung.
Es folgten zwei Vorträge, Zwischenbericht Energieumstellung
2030 und Aktion "Wärme von der Sonne", über
die in einem der nächsten Ausgaben berichten wird. -schu- |