Freilassinger Anzeiger vom 7. Juni 2006
Tourismus und Kultur wichtige Standbeine
Mitglieder des Agenda21-Arbeitskreises diskutierten über Laufens Zukunft
Agenda21 Laufen Tourismus-kultur
Mitglieder der Agenda 21 trafen sich im alten Rathaus.
Foto: Bohm

Das meinte auch Georg Linner, der davor warnte, „Zwangsbeglückung" zu betreiben. Hannelore Bohm fragte nach, wo denn die Unterlagen sind, die im Vorjahr von der Universität Salzburg erarbeitet wurden und die sehr gute Ansätze boten, um konkret tätig zu werden. Die Unterlagen der Universität sind seit kurzer Zeit im Rathaus.

Zudem forderte Hannelore Bohm mehrfach, künftig bei der Jahreshauptversammlung der Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof" Prospekte der Stadt und das Kulturprogramm aufzulegen. Hier könne über die Hofmappen der Bäuerinnen die Stadt Laufen bekannt gemacht werden. Alle anderen Gemeinden nutzten dies. Stadtrat Hannes Peschl meinte, man drehe sich im Kreis. Material gebe es genügend. Karl Stanggassinger monierte die ungenügende Zusammenarbeit mit der BGL-T (Berchtesgadener Land Tourismus). Hier habe man eine ideale Informationsplattform, die man nutzen sollte. Lutz Feiler informierte, dass von der BGL-T „Movelos" angeboten werden, die mit weniger Anstrengung Radtouren ermöglichen. Angesprochen wurde auch der Weihnachtsmarkt, der nach Meinung der Agenda-Runde am Rupertusplatz abgehalten werden sollte. Wenn der Steg fertig ist, kämen auch Besucher dorthin.

Zudem sollten Faltblätter über die Stadt Laufen an verschiedenen Stellen aufgelegt werden. In der Stadtverwaltung seien sie nicht günstig platziert. Mehrfach wurde eine Zusammenarbeit mit Oberndorf angeregt. Zum Schluss sprach Architekt Sepp Gießhübel, der beim EuRegio Projekt „Erde" mitarbeitet, über seine Sicht der Entwicklungs-möglichkeiten von Laufen und Oberndorf.
 

LAUFEN (bo) - Mitglieder der Agenda 21 trafen sich zu einer Sitzung in der Cafeteria im alten Rathaus. Einig war man sich darüber, dass insbesondere der Tourismus ein wichtiges Standbein für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Laufen ist.

Der Agenda-Prozess soll weitergeführt werden, meinte Dirk Reichenau in seiner Begrüßung. Mit den Unterlagen von Bernd Steindorf sei eine gute Grundlage geschaffen worden. Auch Stadträtin Agnes Thanbichler und Kulturreferent Lutz Feiler lobten die Arbeit von Steindorf. Dann sprach Reichenau die Auflösung des Touristikbüros und -verbandes Abtsdorf er See und die Ungewisse Zukunft des Fremdenverkehrs an. Mit einer Billiglösung käme man dabei nicht weit. Weder über einen Verein noch mit Hilfe der Agenda allein seien zukunftsweisende Lösungen möglich.

Dabei seien Kultur und Tourismus als Einheit zu sehen, die professionell gemanagt werden müssten.

Immer wieder tauchte in der Diskussion die Frage auf, warum die Altstadthäuser nicht saniert würden. Als Grund wurde unter anderem genannt, dass manche Hausbesitzer nicht wieder vermieten wollen. Die seien zufrieden, wenn sie vom Trödler nebenan jeden Monat einen bescheidenen Obolus bekämen. Es entspann sich eine Diskussion, wer die Hausbesitzer ansprechen sollte.

Dr. Josef Heringer regte eine Versammlung der Hausbesitzer in der Rottmayrstraße an. Hans Roth betonte, der Historische Verein verschließe sich nicht einer Mitarbeit. Er monierte das Erscheinungsbild einiger Werbeschilder. Eine Versammlungsteilnehmerin bat darum, keine Feindbilder aufzubauen, sondern die Lösungsmöglichkeiten ohne Schuldzuweisungen zu diskutieren.


zurueck
Umwelt-Webdesign-21, Nachrichten aus Agenda21 Umwelt Natur Energie Solar und Klima
Web: www.umwelt-webdesign.info  | eMail  | Impressum  | designed by Primaweb  | ©1994-2009 | Date: 08.04.2009