| Augsburg (dpa/lby) - Der Klimawandel ist für
die Wasserfachleute vom Bayerischen Landesamt für Umwelt bereits
Realität. Langzeitauswertungen ergaben, dass die mittlere Wassertemperatur
des Ammersees in den vergangenen 30 Jahren um anderthalb Grad angestiegen
ist, teilte das Amt in Augsburg mit. Bayern erlebe einen immer schnelleren
Wasserkreislauf.
Der kalte Februar 2005 hatte die Wasser-fachleute wochenlang in
Atem gehalten, denn bei starker Eisbildung drohten die Flüsse
auszuufern. Dauerfrost führten an einigen Bächen und Flüssen
zu gefährlichem Grundeis, das regelmäßig entfernt
werden musste. Ende März 2005 führte dann die starke Schnee-schmelze
vor allem in Mittelfranken zu Überschwemmungen. Der ungewöhnlich
warme Juni brachte zudem eine außergewöhnlich starke
Algenblüte im Main.
Ungewöhnlich ergiebiger Regen verursachte im August Murenabgänge
und Hochwasser. Im Herbst 2005 ließen dann vier trockene Monate
in Folge die Wasserstände an Flüssen und Seen und den
Grundwasserspiegel absinken. Am Bodensee wurde ein historischer
Tiefststand gemessen. In Nordbayern, das vom Sommer-hochwasser kaum
betroffen war, sanken die Grundwasserspiegel vielfach unter die
lang-jährigen Mittelwerte.
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