| SALZBURG (gsp) - Ein Plus von 15 Prozent registriert
die „Tourismus Salzburg GmbH" (TSG) in den ersten zwei
Monaten des laufenden Mozartjahres. Dieses erfreuliche Ergebnis
gliedert sich in eine seit Jahren anhaltende Entwicklung der Stadt
Salzburg ein. Zum fünfjährigen Jubiläum der TSG wurde
nun Bilanz gezogen und gleichzeitig mit dem „Tourismuskonzept
2011" die Weichen für ein neues Jahrzehnt gestellt.
„Bei den Gästeankünften überschreiten wir
im dritten Jahr die Ein-Millionen-Marke und bei den Nächtigungen
ist 2006 die zwei Millionen-Marke zu schaffen", zeigt sich
Harry Preuner, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Salzburg,
zuversichtlich. Vor allem die „Entzerrung der Saisonspitzen"
durch eine Belebung der Nebensaisonen wird als Erfolg gewertet.
So konnten binnen fünf Jahren für die Monate Januar,
März und November Steigerungen von 30 bis über 40 Prozent
erreicht werden. Dies ist seit Gründung der TSG vor fünf
Jahren unter dem Strich ein Plus von 13,9 Prozent bei den Nächtigungen
und von 17,3 Prozent bei den Ankünften.
„Der Tagestourist ist dabei noch nicht eingerechnet. Die
Zahlen bewegen sich zwischen fünf und sieben Millionen jährlich",
so Bert Brugger, Geschäftsführer der TSG. Eine noch bis
2007 laufende Studie soll Klarheit bringen. „Dieser Gästekreis
kann längst nicht mehr einfach als Tourist zweiter Klasse,
als Billigtourist abgetan werden", äußerte sich
Brugger.
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Während man auf bayerischer Seite zum Teil drastische Einbrüche
im Tourismusgeschäft der letzten Jahre erleben musste, blüht
das Geschäft im nahen Salzburg bei steigender Qualität.
Bewegte sich der Anteil der 4- und 5-Sterne-Hotels bei den Nächtigungen
2000 noch unter 60 Prozent (58,6 Prozent), so entfallen auf diese
Kategorie heute mit rund 64 Prozent fast zwei Drittel aller Reisenden.
Bert Brugger unterstrich: „Im vergangenen Jahr nächtigten
täglich 650 Gäste mehr in Salzburg als im Jahr 2000."
Zufrieden zeigte sich der Geschäftsführer mit dem Internetauftritt,
der im Jahr 2005 mit zwei Millionen Besucher ein Plus von 42 Prozent
verzeichnete. Auch der Verkauf der „Salzburg-Card" als
eine Art Wertkarte für den Urlaub steigerte sich in den vergangenen
drei Jahren um 26,7 Prozent. Mit 25,8 Prozent stellen die Österreicher
selbst den größten Teil an Übemachtungsgästen,
gefolgt von den Deutschen mit 18,7 Prozent. Als großer Zukunftsmarkt
wird Asien, allen voran China und Indien, eingeschätzt.
Die Weichen für ein neues Jahrzehnt sollen in einem „Tourismuskonzept
2011" gestellt werden. Die von der TSG im Auftrag von Bürgermeister
Harry Preuner erstellte Studie setzt einige Kernthemen: Eine vermehrte
Nutzung des Potentials des Tagestourismus, die bessere Auslastung
der Struktur durch Meetings, Konferenzen und Messen sowie der Ausbau
der Destination Salzburg für Kultur- und Bildungsreisen.
„In den kommenden Jahren werden wir den Spannungsbogen zwischen
"Tradition Moderne' halten müssen. Er wird die Kommunikationsarbeit,
das Marketing der TSG die nächsten Jahre prägen",
wagte Brugger die Prognose. |