Freilassinger Anzeiger vom 12. April 2006
Im Spannungsbogen von Tradition und Moderne
„Salzburg-Tourismus" zieht Bilanz - Über das Mozartjahr hinausschauen

SALZBURG (gsp) - Ein Plus von 15 Prozent registriert die „Tourismus Salzburg GmbH" (TSG) in den ersten zwei Monaten des laufenden Mozartjahres. Dieses erfreuliche Ergebnis gliedert sich in eine seit Jahren anhaltende Entwicklung der Stadt Salzburg ein. Zum fünfjährigen Jubiläum der TSG wurde nun Bilanz gezogen und gleichzeitig mit dem „Tourismuskonzept 2011" die Weichen für ein neues Jahrzehnt gestellt.

„Bei den Gästeankünften überschreiten wir im dritten Jahr die Ein-Millionen-Marke und bei den Nächtigungen ist 2006 die zwei Millionen-Marke zu schaffen", zeigt sich Harry Preuner, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Salzburg, zuversichtlich. Vor allem die „Entzerrung der Saisonspitzen" durch eine Belebung der Nebensaisonen wird als Erfolg gewertet.

So konnten binnen fünf Jahren für die Monate Januar, März und November Steigerungen von 30 bis über 40 Prozent erreicht werden. Dies ist seit Gründung der TSG vor fünf Jahren unter dem Strich ein Plus von 13,9 Prozent bei den Nächtigungen und von 17,3 Prozent bei den Ankünften.

„Der Tagestourist ist dabei noch nicht eingerechnet. Die Zahlen bewegen sich zwischen fünf und sieben Millionen jährlich", so Bert Brugger, Geschäftsführer der TSG. Eine noch bis 2007 laufende Studie soll Klarheit bringen. „Dieser Gästekreis kann längst nicht mehr einfach als Tourist zweiter Klasse, als Billigtourist abgetan werden", äußerte sich Brugger.


Während man auf bayerischer Seite zum Teil drastische Einbrüche im Tourismusgeschäft der letzten Jahre erleben musste, blüht das Geschäft im nahen Salzburg bei steigender Qualität. Bewegte sich der Anteil der 4- und 5-Sterne-Hotels bei den Nächtigungen 2000 noch unter 60 Prozent (58,6 Prozent), so entfallen auf diese Kategorie heute mit rund 64 Prozent fast zwei Drittel aller Reisenden. Bert Brugger unterstrich: „Im vergangenen Jahr nächtigten täglich 650 Gäste mehr in Salzburg als im Jahr 2000."

Zufrieden zeigte sich der Geschäftsführer mit dem Internetauftritt, der im Jahr 2005 mit zwei Millionen Besucher ein Plus von 42 Prozent verzeichnete. Auch der Verkauf der „Salzburg-Card" als eine Art Wertkarte für den Urlaub steigerte sich in den vergangenen drei Jahren um 26,7 Prozent. Mit 25,8 Prozent stellen die Österreicher selbst den größten Teil an Übemachtungsgästen, gefolgt von den Deutschen mit 18,7 Prozent. Als großer Zukunftsmarkt wird Asien, allen voran China und Indien, eingeschätzt.

Die Weichen für ein neues Jahrzehnt sollen in einem „Tourismuskonzept 2011" gestellt werden. Die von der TSG im Auftrag von Bürgermeister Harry Preuner erstellte Studie setzt einige Kernthemen: Eine vermehrte Nutzung des Potentials des Tagestourismus, die bessere Auslastung der Struktur durch Meetings, Konferenzen und Messen sowie der Ausbau der Destination Salzburg für Kultur- und Bildungsreisen.

„In den kommenden Jahren werden wir den Spannungsbogen zwischen "Tradition Moderne' halten müssen. Er wird die Kommunikationsarbeit, das Marketing der TSG die nächsten Jahre prägen", wagte Brugger die Prognose.

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