| SAALDORF-SÜRHEIM - Die Nutzung erneuerbarer
Energien und Möglichkeiten der Energieeinsparung waren Themen-schwerpunkte
bei der jüngsten Ortsversammlung der Grünen Saaldorf-Surheim.
Daneben standen die Salzachsanierung, die Erweiterung des Salzburger
Flughafens und aktuelle Gemeinde-politik im Blickpunkt.
Ein wichtiges Anliegen der Ortsgruppe sei es, die Nutzung erneuerbarer
Energien und Möglichkeiten der Energieeinsparung in der Gemeinde
voranzubringen, so Vorstands-mitified Matthias Seufert. Die steigenden
Kosten von Öl und Gas und die spürbaren klimatischen Veränderungen
durch den erhöhten Kohlendioxid-Ausstoß würden regenerative
Energieträger wie Sonne und Biomasse zunehmend attraktiver
machen.
Mit einer Reihe von Vorträgen kompetenter Fachleute will
der Ortsverband die Öffent;chkeit informieren. So sind Vortragsabende
geplant zu den Themen „Nutzung regenerativer Energien und
Energiesparmöglichkeiten bei Neubauten", „Altbausanierung
und Heizungsemeuerung" und schließlich „Energie-gewinnung
durch Biomasse in der heimischen Landwirtschaft". Matthias
Seufert teilte mit, dass die Veranstaltungsreihe im April starten
werde.
Gemeinderat Norbert Höhn ergänzte dazu, dass man auch
auf Gemeindeebene mit dazu beitragen wolle, das Thema „Energiezuunft"
wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Dazu solle ein Vorschlag
für Richtlinien zur Förderung erneuerbarer Energien und
zur Energieeinsparung in den Gemeinderat eingebracht werden. |
Es sei zu hoffen, dass diese Vorschläge als
Diskussionsgrundlage angenommen werden, nachdem ja bereits vor einem
Jahr der Erlass solcher Richtlinien einstimmig beschlossen worden
sei, so Höhn.
Ortsvorsitzender Hans Weiß berichtete über die Pläne
zur Erweiterung des Flughafens Salzburg. Die Lärmbelastungen
seien an manchen Tagen jetzt schon grenzwertig. Der geplante Ausbau
dürfe deshalb nicht wider-spruchslos hingenommen werden. Die
Gemeinde müsse ihren Einfluss mit allen ihr zur Verfügung
stehenden Mitteln geltend machen, um auf das Problem hinzuweisen.
Einstimmig beschlossen die Versammlungsteilnehmer, sich mit den
Aktionen gegen den geplanten Ausbau zu solidarisieren und aktiv
daran zu beteiligen.
Im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung des Globusmarktes
in Freilassing stellte Norbert Höhn klar, dass die Grünen
eindeutig gegen dieses Vorhaben sind. „Es ist unsinnig, den
Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben" , so Höhn. Man
könne die regionale Wirtschaftskraft nicht mit einem Marktsegment
stärken, welches auf österreichischer Seite schon weitgehend
besetzt ist. Gleichzeitig würde man damit viele Arbeitsplätze
im heimischen Einzelhandel gefährden.
Zum Thema „Salzachsanierung" konnte Norbert Höhn
berichten, dass durch das August-Hochwasser 2002 eine dramatische
Situation im so genannten Laufener Becken entstanden sei. Bei einem
ähnlichen Schadensereignis bestünde die ernste Gefahr
eines Sohldurchbruchs, der nicht kalkulierbare Folgeschäden
nach sich ziehen würde. |
Dies sei der Grund, warum die Arbeiten zur Salzachsanierung
in diesem Bereich vorgezogen würden. Die immer noch vereinzelt
vorgetragene Forderung, im Rahmen der Renaturierungs-maßnahmen
ein Kraftwerk zu errichten, bezeichnete Höhn als „Geisterdiskussion
ohne realen Hintergrund".
„Wir Grünen sind uneingeschränkt für die
Nutzung regenerativer Energien, also auch für Wasserkraft".
Bei der Salzachrenaturierung handle es sich allerdings um ein Projekt
mit überregionaler Bedeutung, gehe es hier doch um die Erhaltung
des letzten frei fließenden Gewässers im gesamten bayerischen
Alpenraum. Dies seien auch die argumentativen Vorgaben beim Raumordnungs-verfahren
gewesen. „Uns Grüne hier eines Widerspruchs zu bezichtigen
ist absurd und lächerlich", so Höhn.
Im Brennpunkt der Gemeindepolitik stehen derzeit die Sanierungsmaßnahmen
bei den Sporthallen. Gemeinderat Dr. FalkHoyer unterstützte
ausdrücklich die Entscheidung von Bürgermeister Ludwig
Nutz, die Hallen wegen des unkalkulierbaren Risikos vorüber-gehend
zu schließen. Eine breite Diskussion entspann sich über
die zukünftige Nutzung der Saaldorfer Halle. Die Versammlungs-teilnehmer
waren sich allerdings einig, dass ein Kosten-Nutzen-Konzept erarbeitet
werden müsse, sollte die Halle weiterhin für Groß-veranstaltungen
konzipiert werden.
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