Freilassinger Anzeiger vom 15. März 2006
BN sieht Mängel bei der Planung zum Donau-Ausbau
BUND

München (dpa/lby) - Der Bund Naturschutz (BN) hat der Bezirksregierung von Niederbayern gravierende Mängel bei deren Einschätzung zum geplanten Donau-Ausbau vorgeworfen.

So habe die Behörde beim Raumordnungs-verfahren rechtswidrig auf eine Prüfung nach der europäischen FFH-Umweltschutzrichtlinie verzichtet, erklärte BN- Vorsitzender Hubert Weiger am Dienstag in München.

Die Behörde habe sich den Vorgaben der CSU-Staatsregierung gebeugt, die sich ihrerseits zum Büttel der Ausbau-Befürworter mache. Bei ihrer landes-planerischen Beurteilung des Donau-Ausbaus zwischen Straubing und Vilshofen sowie ihrem Votum für den Bau einer Staustufe gehe die Bezirksregierung »von einer Vielzahl skandalöser Fehlinterpretationen und falscher Annahmen aus«, sagte Weiger. Der Bund Naturschutz finde sich mit seinen Argumenten in der Darlegung des Bezirksregierung überhaupt nicht wieder.

Nebel Donau
Ein Schiff fährt nahe dem niederbayerischen Bogen im Nebel auf der donau. Am Diesntag informiert der Bund Naturschutz bei einer Pressekonferenz zum geplanten Donau-Ausbau. (Bild:dpa)
Die Naturschützer lehnen Staustufen strikt ab. Sie befürchten, dass dadurch die einzigartige Naturlandschaft in dem 70 Kilometer langen Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen -dem letzten noch frei fließenden Donau-Abschnitt in Bayern - in unvertretbarem Ausmaß zerstört würde. Der Bund Naturschutz plädiert stattdessen für eine umweltverträgliche Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen mit sanfteren flussbaulichen Maßnahmen wie seitlich angebrachten Buhnen, die die Wassermassen stärker in die Mitte des Flusses drücken.
 
zurueck
Umwelt-Webdesign-21, Nachrichten aus Agenda21 Umwelt Natur Energie Solar und Klima
Web: www.umwelt-webdesign.info  | eMail  | Impressum  | designed by Primaweb  | ©1994-2009 | Date: 20.03.2009