| München (dpa/lby) - Der Bund Naturschutz (BN)
hat der Bezirksregierung von Niederbayern gravierende Mängel
bei deren Einschätzung zum geplanten Donau-Ausbau vorgeworfen.
So habe die Behörde beim Raumordnungs-verfahren rechtswidrig
auf eine Prüfung nach der europäischen FFH-Umweltschutzrichtlinie
verzichtet, erklärte BN- Vorsitzender Hubert Weiger am Dienstag
in München.
Die Behörde habe sich den Vorgaben der CSU-Staatsregierung
gebeugt, die sich ihrerseits zum Büttel der Ausbau-Befürworter
mache. Bei ihrer landes-planerischen Beurteilung des Donau-Ausbaus
zwischen Straubing und Vilshofen sowie ihrem Votum für den
Bau einer Staustufe gehe die Bezirksregierung »von einer Vielzahl
skandalöser Fehlinterpretationen und falscher Annahmen aus«,
sagte Weiger. Der Bund Naturschutz finde sich mit seinen Argumenten
in der Darlegung des Bezirksregierung überhaupt nicht wieder. |

Ein Schiff fährt nahe dem niederbayerischen Bogen im Nebel auf
der donau. Am Diesntag informiert der Bund Naturschutz bei einer Pressekonferenz
zum geplanten Donau-Ausbau. (Bild:dpa)
Die Naturschützer lehnen Staustufen strikt ab. Sie befürchten,
dass dadurch die einzigartige Naturlandschaft in dem 70 Kilometer
langen Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen -dem letzten noch
frei fließenden Donau-Abschnitt in Bayern - in unvertretbarem
Ausmaß zerstört würde. Der Bund Naturschutz plädiert
stattdessen für eine umweltverträgliche Verbesserung der
Schifffahrtsbedingungen mit sanfteren flussbaulichen Maßnahmen
wie seitlich angebrachten Buhnen, die die Wassermassen stärker
in die Mitte des Flusses drücken. |