| TEISENDORF (wh) - Nach dem Umbau der Wehranlage
an der Sur entsteht nun an dem Fließgewässer ein neues
Projekt: eine Wasser-kraftanlage. Neben der Energiegewinnung ist
sie auch für die Sohlrampe zuständig, die sie mit Wasser
versorgt.
Die Wasserkraftanlage, die am rechten Ufer der Sur errichtet wird,
weist eine Leistung von rund 30 Kilowatt auf, wie der Projektleiter
Hans Stuffer des Architekturbüros Zeller & Romstätter
erläuterte. Im Kraftwerk wird eine so genannte Wasserkraft-schnecke
im Eisatz sein, die im Prinzip einer Archimedes-Schnecke gleicht,
wie sie aus dem Altertum bekannt ist. Die Schnecke weist ein durch-gängig
spiralgeschweißtes, biegesteifes Wellenrohr mit strömungsgünstig
geformten Schneckenflügeln auf.
Ein Krafthaus mit Zeltdach ist bereits im Rohbau errichtet, und
der Bauherr Ferdinand Kumminger freut sich auf die Inbetriebnahme.
Er betonte, dass es ihm am Herzen liegt, eine mustergültige,
gut in die Landschaft eingefügte Anlage zu verwirklichen.
Die Wasserschnecke weist einen Wirkungsgrad von rund 80 Prozent
auf. Das Gefälle beträgt rund drei Meter und die Schluckmenge
der Anlage circa 1,5 Kubikmeter in der Sekunde.
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Der Rohbau der Wasserkraftanlage
an der Sur steht bereits.
Damit die vom Wasser-wirtschaftsamt Traunstein errichtete Sohlrampe
genügend Wasser aufweist, beläuft sich die abzugebende Mindestwassermenge
auf rund 150 Liter pro Sekunde. Seitens des Kraft-werkbetreibers wird
ein Anteil der Kosten an der Sohlrampe mitgetragen.
Das Wasser-kraftprojekt selbst wird etwa 300.000 Euro kosten. Um
eine optimale Einbindung in die Landschaft und das ökologische
Regime zu erreichen, wurde von Simon Wankner über dieses Projekt
ein Gutachten zur Umwelt-verträglichkeit erstellt.
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