
Informierten über die
Salzachsanierung (von links): Landrat Georg Grabner, MdL Anton Kern,
Staatssekretär MdL Dr. Ottmar Bernhard, MdL Roland Richter und
Leitender Baudirektor Günter Hopf. Foto: Wünsche-Reitter
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Das Problem bei Letzterer sei nicht
nur die Längsströmung, sondern vor allem die starken Quer-strömungen,
bedingt durch die beiden Schlingen, wie Günter Hopf vom Wasser-wirtschaftsamt
erläuterte.
„Dort geht es rund, was die Kraft des Wassers angeht"
und „von Freilassing bis Burghausen ist die Salzach aus dem
Ruder gelaufen", schilderte Hopf den prekären Zustand
des Flusses.
Bei der Festlegung der Abfolge der Maßnahmen komme es darauf
an, so effektiv wie möglich zu sein und jedes Risiko zu vermeiden.
Ein Risiko könnte die Beschädigung von Ufersicherungen
und damit nach-folgende Über-schwemmungen sein.
Richter ergänzte, die drei Maßnahmen seien ein Paket
und Staatssekretär Bernhard fügte hinzu, ein Eingriff
bedinge den anderen. Und nur wenn alle drei Maßnahmen auf
einer Zeitschiene abgeschlossen seien, sei eine dauerhafte Fluss-Stabilität
gewährleistet.
Während sich die Gesprächs-teilnehmer in den Punkten
Sanierungsmaßnahmen und Finanzierung einig waren, hakte es
offenbar beim Thema Nutzung der Wasserkraft der Salzach. Der Befürworter
einer solchen Nutzung, der Landtagsabgeordnete Anton Kern, musste
einräumen, dass er mit seinem Engagement für Leichtkraftwerke
nicht sehr viel weitergekommen sei. Die Aussichten auf eine Rentabilität
solcher Investitionen stünden derzeit nicht gut. Demzufolge
sei auch kein Investor in Sicht.
Eine Salzachsanierung unter dem Aspekt der Nutzung der Wasserkraft
würde überdies ein ganz anderes Konzept bedingen, so die
Auskunft von technischer Seite. Unter Umwelt-gesichtspunkten wäre
ein solches Kraftwerk aber durchaus vertretbar, war sich die Runde
dagegen weitgehend einig. Da werden den heimischen Grünen wohl
die Ohren geklungen haben.
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| LAUFEN (wür) - „Für die
Salzach blinkt die rote Warnlampe" - als so ernst beschrieb
der Staatssekretär im bayerischen Umwelt-ministerium MdL Dr.
Ottmar Bernhard den Zustand des deutsch- österreichischen Grenzflusses,
der zugleich eine Lebensader der Region ist. Bernhard nahm als Vertreter
der bayerischen Staats-regierung in Laufen an einem Arbeitsgespräch
zum Thema Salzach-sanierung teil, zu dem das Mitglied des Landtags
Roland Richter eingeladen hatte.
Die Runde besprach die weitere Vorgehensweise bei der Sanierung,
genauer gesagt die nötigen Maßnahmen, den Zeitablauf
und die Finanzierung. Die Sanierung der Salzach ist dringend notwendig
geworden, seitdem es nach dem großen Hochwasser einen so genannten
Sohldurchschlag mit einer Eintiefung der Sohle, also des Flussbodens,
um drei bis vier Meter gegeben hat.
Inzwischen ist das Raumordnungs-verfahren beendet, das alle Teilnehmer
des Arbeitsgesprächs betroffen hatte, unter ihnen den Landtagsabgeordneten
Anton Kern, den Landrat Georg Grabner sowie die Bürgermeister
von Laufen, Saaldorf-Surheim und Freilassing, Ludwig Herzog, Ludwig
Nutz und Josef Flatscher.
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Den nötigen technischen Sachverstand steuerten
der Leitende Baudirektor Günter Hopf vom Wasser-wirtschaftsamt
sowie der Referent für den staatlichen Wasserbau im bayerischen
Umwelt-ministerium Stefan Thums bei.
Das vorgeschriebene Planfeststellungs-verfahren wird im März
abgeschlossen sein, so dass voraussichtlich im Herbst mit der ersten
von drei Maßnahmen begonnen werden kann. Wie der Staatssekretär
erklärte, ist die Planung mit der österreichischen Seite
abgestimmt und, was mindestens genau so wichtig ist, auch die Finanzierung.
Das Projekt der Sanierung wird sich insgesamt auf 40 Millionen Euro
belaufen, von denen jeweils die Hälfte auf die beiden beteiligten
Länder entfallen.
Während die Finanzierung geklärt ist, besteht derzeit
noch Ungewissheit über die Abfolge der Baumaßnahmen.
Um sie festzulegen, tagt ständig eine bayerisch-österreichische
Planungs-gruppe von Wasserwirtschaftsexperten.
Die drei Maßnahmen betreffen zum Ersten eine Rampe im nördlichen
Freilassinger Becken, unterhalb des Fluss-kilometers 52 (Zufluss
der Sur), zum Zweiten eine Stützung der Sohle unterhalb der
Laufener Enge und zum Dritten Maßnahmen innerhalb der Laufener
Enge. |