| Gesundheitsreform und kein Ende
Die erbitterten Diskussionen um eine Gesundheitsreform zeigen,
dass die geplante Reform keine gute Lösung ist. Dabei fängt
das ganze schon mit einer Fehldefinition an. Gesundheit ist gesund,
sie muss nicht reformiert werden. Es geht hier um die Verwaltung
und Behandlung von Krankheiten, also Krankheitsreform. Im Sommer
von dem Taumel der Fußballweltmeisterschaft aufgewacht, erfuhren
die Bundesbürger von der Bundeskanzlerin, dass es einen Durchbruch
gegeben habe. Durchbruch in welche Richtung, in die Geldbeutel der
Bürger?
Der Aufstand der Länderfürsten jetzt im Dezember und
der Widerstand vieler tangierten Verbände gegen die geplante
"Reform" zeigt einmal mehr die partikularen Interessen
der Lobbyisten. Keiner will etwas abgeben, alle wollen am System
verdienen.
Dabei geht es doch um etwas ganz anderes. Wenn man ein Problem
lösen will, muss man an die Wurzel gehen und nicht am hinteren
Ende therapieren. Denn es ist doch zu fragen, warum werden und bleiben
so viele Bundesbürger krank oder werden kränker?
Hier bedarf es einer breiten Aufklärungskampagne über
den Erhalt der Gesundheit und das Vermeiden von Krankheit. Vor einiger
Zeit gab es eine kleine Meldung in der Presse, dass durch Vorbeugung
runde 25% der Krankheitskosten eingespart werden könnten, aber
anscheinend hat das keinen der Beteiligten interessiert.
Es müsste drastisch aufgeklärt werden über die mentalen
und psychosomatischen Ursachen von Krankheitszuständen und
von deren verlängernde Wirkung. Wer unter Streß und Mobbing
am Arbeitsplatz oder unter Finanzproblemen leidet oder keine bezahlte
Arbeit hat, flüchtet oft unbewußt in seine Krankheit,
um diesen krankmachenden Faktoren nicht mehr ausgesetzt zu sein.
Der einzelne Bürger muss gestärkt werden, diese Faktoren
in den Griff zu bekommen und nicht einfach krank zu werden oder
sich in den Alkohol zu flüchten.
Eine massive Investition in Aufklärung und Vorbeugung reduziert
spätere Krankheiten und die damit verbundenen Leiden und Kosten.
Es muss drastisch aufgeklärt werden über die krankmachende
Wirkung von denaturierter Nahrung und von der Langfristwirkung des
gesundheitschädlichem Konsum von Nikotin, Alkohol, um nur einige
zu nennen. Wer sich bewußt krankmachend verhält, sollte
diese über seinen Krankenkassenbeitrag spüren. Sinnvolle
Vorsorgeuntersuchungen müssten generell kostenlos sein, aber
auch die Krankenkassen scheinen hieran kein Interesse zu haben,
es wird lieber eine spätere Therapie zur Behandlung der Krankheit
aufwendig finanziert. Da bleibt es dem einzelnen nur übrig,
sich selber über die Krankmacher schlau zu machen, sie zu vermeiden,
sich dem Krankheitssystem weitgehend zu entziehen, um bis ins hohe
Alter gesund zu bleiben.
Wenn eine "Reform" soviel Widerstand erzeugt und einen
solchen Moloch an finanziellen Verteilungssystemen erwarten lässt,
dann ist sie Murks und sollte wie Murks therapiert werden, nämlich
sofort und vorbeugend beendet werden und statt dessen obige Anregungen
umgesetzt werden, damit wir eine wirkliche "Gesundheitsreform"
bekommen, die ihren Namen verdient und mehr Gesunde und weniger
Kranke hervorbringt.
|