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HAMMERAU - Mit großem Besucher-andrang
ging die Frankfurter Buchmesse zu Ende. Allein 90.000 Neuerscheinungen
auf dem internationalen Buchmarkt wurden vorgestellt. Darunter war
auch ein Werk der Hammerauer Autorin Rosi Behringer. Der Verlag
„Mein Buch" aus Hamburg präsentierte ihr Sachbuch
mit dem Titel „Ich bin bei Euch alle Tage ... Spuren des historischen
Jesus".
Selbst Leser mit grundsätzlichem Interesse am Leben und Wirken
Jesu wissen kaum, welche Fülle von historischen Zeugnissen
noch nach zwei Jahrtausenden vorhanden sind.
Allein schon die Ergebnisse von über 150.000 Forschungsstunden
am Untersuchungsobjekt Turiner Grabtuch, erbracht von einem internationalen,
interdisziplinären und religiös neutralen Wissenschaftler-team,
geben mit überraschenden Details Zeugnis vom Prozess, der Folter,
Kreuzigung und der Bestattung eines Mannes, der vor etwa 2.000 Jahren
hingerichtet wurde und dessen mit Folterspuren übersäter
Leib sich auf eine noch unerforschte Art und Weise auf einem Leinentuch
fotografisch abgebildet hat.
Dieser Mann weist eine Reihe „jesustypischer" Spuren
auf, wie wir sie aus den Evan-gelien und Apokryphen kennen, wie
man sie aber auch zwischen den Zeilen dieser Werke liest. Rosi Behringer
verwendete für die Recherchen zu ihrem Werk in erster Linie
wissenschaftliche Literatur, deren Verfasser Garant für Korrektheit
sind.
Zudem führten sie zwei Studienreisen nach Israel und zwei
nach Turin während der Ausstellung des Grabtuches. An Ort und
Stelle konnte sie sich über neue Erkenntnisse informieren. |

Am Stand des Verlages „Mein
Buch" bei der Frankfurter Buchmesse (von links): Autorenbetreuerin
Katarina Rathert, Autorin Rosi Behringer, Leiterin Autorenbetreuung
Simone Tebusch.
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Archäologische Funde, wie die Überreste des gekreuzigten Jechohannan
aus Givat ha Mivtar, ein Ossuarium aus dem Jerusalemer Kidrontal
mit der Aufschrift „Alexander, Sohn des Simon, der Cyrenäer"
untermauern Evangelien-berichte. Hinzu kommen Ausgrabungen in Nazareth,
Jerusalem, Kafarnaum und anderen historischen Wirkungs-stätten
Jesu, die die Autorin berücksichtigte.
Auch ging sie der Frage nach, welche Forschungsergebnisse zur
Inschrifttafel in St. Croce in Rom, dem Bluttuch von Oviedo und
dem Veronikatuch vorliegen. Schritt für Schritt versucht sie,
angefangen vom „Stern von Bethlehem", über die Wirkungsstätten
während der Wanderprediger-jahre Jesu bis zur letzten Reise
nach Jerusalem, Gefangennahme, Prozess und Hinrichtung Jesu nachzu-vollziehen,
was damals geschah.
Warum kam es überhaupt zu den Differenzen mit dem jüdischen
Establishment, die so gravierend waren, dass es zur grausamen Hinrichtung
am Kreuz kam? Wie war das politische, religiöse und gesellschaftliche
Umfeld? Wie verliefen Prozess und Hinrichtung? Was sagen die Spuren
des Begräbnisses aus? Wie kam das Grabtuch von Jerusalem nach
Turin? All das sind Themen des Buches. |
Quellen der Stoffsammlung, die sich über mehrere Jahre hinzog, waren auch
die historischen Werke von Flavius Josephus und die Erkenntnisse
von namhaften Historikern, wie lan Wilson. Dabei versuchte die Autorin,
den interessanten Stoff so zu verarbeiten, dass er von jedermann
gut zu lesen ist. Immer wieder sind erzählende Passagen eingefügt,
um die Spannung aufrechtzuerhalten und den Leser nicht zu langweilen.
Ergänzt wird der Text durch 60 Fotos beziehungsweise Zeichnungen
der Autorin.
Rosi Behringer, geboren 1953, war viele Jahre Büroleiterin
in der Anwaltskanzlei ihres Mannes. Seit dem Ende ihrer Berufslaufbahn
widmet sie sich intensiv ihrer eigentlichen Passion: der aktiven
Naturschutzarbeit sowie der Schriftstellerei. Neben Beiträgen
zu Sachbüchern, Gedichten in Editionen und Berichten in regionalen
Zeitungen ist es ihr in diesem Jahr möglich geworden, dieses
Sach buch zu veröffentlichen.
Es ist beabsichtigt, es erstmals zu Weihnachten und dann während
der Fastenzeit in der Region zu präsentieren. Erhältlich
ist das Werk mit der ISBN 3-86516-374-2 bei Buchhandlungen, beim
Verlag „Mein Buch" in Hamburg und bei der Autorin.
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