Freilassinger Anzeiger vom 22. Oktober 2005
Aus Nebel Wasser gewinnen
Hundertwasser-Preis der Schäftlarner Wasserstiftung an kanadische Organisation

München (dpa/lby) - Die kanadische Organisation FogQuest wird am kommenden Montag in München mit dem Internationalen Hundertwasser-Preis der Wasserstiftung ausgezeichnet. Damit soll das Engagement der Organisation für die Trinkwasser-Gewinnung in regenarmen Gebieten in Südamerika und Afrika gewürdigt werden.

Der mit 5000 Euro dotierte Preis soll im Münchner Rathaus an den FogQuest-Vorstandsvorsitzenden Robert Schemenauer überreicht werden. Der Preis ist nach dem österreichischen Maler und Architekten Friedensreich Hundertwasser benannt, der kurz vor seinem Tode die Schirmherrschaft über die Wasserstiftung in Schäftlarn bei München übernommen hatte.

Die im Jahr 2000 gegründete Organisation FogQuest will nach Angaben der Wasserstiftung mit einem bereits 1987 entwickelten Verfahren die Wasserarmut durch die Gewinnung von Wasser aus Nebel nachhaltig bekämpfen. Dazu werden Nebel-kollektoren aufgestellt - vor allem in Gebieten in Südamerika und Afrika, in denen weder Brunnen noch Flüsse vorhanden sind, aber der Nebelanteil in der Luft sehr hoch ist. Damit trage FogQuest dazu bei, dass in wasserarmen Regionen in der Welt die Menschen einen Zugang zu sauberem und mineralhaltigem Wasser erhalten, betonte die Wasserstiftung.


Der Direktor der Wasserstiftung, Henner Lang, montiert vor dem Münchner Rathaus ein Kunststoffnetz, mit dem aus der Luft Kondenswasser gesammelt werden kann. Das Nebelernte-Projekt der kanadischen Organisation FogQuest wird am Montag mit dem Hundertwasser-Preis der Wasserstiftung ausgezeichnet. (Bild: dpa)

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