Freilassinger Anzeiger vom 2.Mai 2005
Pidinger Schule strebt zur Sonne
Aktionstag Erneuerbare Energien - Vom Windrad bis zum „Solar-Würstchen"

PIDING (tj) - Mit Wasserkraft, Solarenergie und Windrädern befassten sich die Pidinger Schüler einen ganzen Tag lang. Die Volks-schule beteiligte sich in Zusammen-arbeit mit der örtlichen Agenda und externen Referenten an den bundes-weiten Aktionswochen zum Thema Erneuerbare Energien.

Auf dem Pausenhof der Schule tobt das Leben. Nicht nur emeuerbare Energien stehen im Mittelpunkt, auch der Tennisclub Piding bietet einen Schnupperkurs an und außerdem ist die Jugendverkehrsschule zu Gast. Im Mittelpunkt steht der Aktionstag.

Zahlreiche Referenten sind da, um den Kindern und Jugendlichen aller Jahrgangsstufen das Thema erneuerbare Energien näher zu bringen und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen.

So werden unter anderem Solarboote und Windräder gebastelt, selbstverständlich aus Recycling-Material. Nachhaltigen Eindruck hinterlassen auch die Informationen von Siegfried Popp. Der Lehrer an der Freilassinger Berufsschule engagiert sich seit langem mit einem Solarlampen-Projekt in Tansania und klärt seine jungen Zuhörer über Hintergrund und Erfolge auf. Die Schüler zeigen sich sehr beeindruckt, zum einen von der Verbindung des Landkreises zu einem so fernen Land, zum anderen davon, mit welch einfachen Mitteln Hilfe möglich ist.


Auf dem Pausenhof wurden mit einem Solarkocher Würstchen warm gemacht. Gegessen wurde aber erst nach den Erklärungen, wie das Ganze funktioniert. Foto: Jander

Die jüngsten Pidinger Schüler freuen sich dagegen sichtlich über den Solarkocher auf dem Pausenhof. Der sorgt mit Sonnenkraft für warme Würstchen, die natürlich begeistert verzehrt wurden.

Tatkräftig unterstützt wurde der Aktionstag vom Forum Ökologie. Auch die rührige Pidinger Agenda engagierte sich, allen voran Paul und Angelika Goldbrunner, die sich um die Organisation kümmerten. Alle Referenten waren unentgeltlich tätig und nahmen sich extra den Vormittag Zeit.

„Wir haben alle zusammen in Eigeninitiative enorm viel auf die Beine gestellt und Engagement gebündelt, um den Schülern nahe zu bringen, was alles möglich ist - auch im Hinblick auf künftige Arbeitsplätze", freute sich Konrektorin Monika Tauber-Spring. Möglich wurde das Ganze aber erst durch das Sponsoring der Gemeinde, der Volksbank Raiffeisenbank und der Sparkasse, die insgesamt knapp 700 Euro zur Verfügung stellten.

Die Pidinger Schule ist außerdem die einzige im Landkreis, die sich an den bundesweiten Aktionswochen beteiligte. Diese wurden von der Stadt Oederau in Ostdeutschland ins Leben gerufen. „Wir hoffen, dass in einem Jahr auch andere mitmachen, aber nicht jeder hat so eine Agenda wie wir in Piding", meinte Monika Tauber-Spring.

Neben dem handwerklichen Teil mit dem Basteln von Solarlampen, Wind- und Wasserrädern sowie Solarbooten stand für die 3. und 4. Klassen zudem ein Besuch mit Franz Kringer im Wasser- kraftwerk Bad Reichenhall auf dem Programm.

In der 9. Jahrgangsstufe wurde darüber hinaus der ökologisch-wirtschaftliche Aspekt von erneuerbaren Energien näher betrachtet. Die 3. Klassen dürfen außerdem ein Solarboot-Rennen in der Pidinger Freizeitanlage austragen, bei dem Einzel- und Klassensieger ermittelt werden.


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