Freilassinger Anzeiger vom 14.August 2003
Mit Solarkraft übers Wasser fahren
Kinder bauen Boote im Solarbastelkurs des Bund Naturschutz

Freilassing(schu) Im Freilassinger Ferien-programm hat die Orts-gruppe des Bund Naturschutz wiederum einen Solarbastelkurs für Kinder angeboten. Siebzehn Buben und Mädchen hatten sich eingefunden, um viel Spaß bei der Bastelarbeit von Solarbooten zu haben und gleichzeitig auf spielerische Art zu erkennen, welche Kraft in der kostenlos zur Verfügung stehenden sauberen Energie aus der Sonne steckt.

Die fertigen Solarboote bestanden ihren Tauglichkeitstest in einem Planschbecken, indem sie von einem Ende zum anderen ohne fremde Hilfe fuhren, allein mit der Kraft aus dem Licht der Sonne. Die Energie lieferte eine Photovoltaikzelle, die mit dem erzeugten Strom einen kleinen Elektromotor antrieb.

Der Rathaussaal wurde kurzfristig zur Bootswerft umfunktioniert. Unter Anleitung von Kursleiter Hermann Schubotz ... (ganz im Sinne eines Ingenieurs, nicht sofort drauf los zu schneiden, sondern die Kinder sollten die benötigten Teile nach den vorgelegten Mustern erst mit dem Lineal ausmessen, dann anzeichnen und dann erst mit der Schere auf das Material los gehen und es ausschneiden.)

...wurde zuerst eine mitgebrachte leere Fischdose fachgerecht mit zwei Bier-deckeln beklebt und damit wieder geschlossen. Auf diesen Bootskörper klebten die Kinder zwei aus mehreren Teilen bestehende Halterungen für die Photo-voltaik Zelle und den Solarmotor auf.

Immer wieder wurden die vorgefertigten Musterteile begutachtet, damit die Flügel und Ständer der Halterungen an der richtigen Seite angeklebt wurden und gerade ausgerichtet waren und das ganze Werk nachher auch vor den gestrengen Augen der Eltern Bestand haben würde.

Den roten Antriebspropeller klebten die Kinder mit Geschick auf einen Kunst-stoffstrohhalm und achteten darauf, dass er sauber senkrecht stand, um das Solarboot später nicht zum Schlingern zu bringen.

Den kleinen Elektromotor Motor klebten die jungen Bastler auf die Halterung und prüften die Gängigkeit der Schiffsschraube auf leichte Beweglichkeit.

Nun lötete der Kursleiter die vorgefertigten etwa 20 Quadratzentimeter großen und leicht zerbrechlichen Solarzellen an den beiden Drähten des Motors fest. Jetzt kam der spannende Augenblick, nämlich der Lichtest: Funktioniert der Stromfluß von der Solarzelle zum Motor und ist die Schraube beweglich genug?

Sofort nach vorläufiger Befestigung der Solarzelle auf seiner Halterung begann sich die Schiffsschraube unter dem starken Sonnenlicht zu drehten, somit war alles richtig verklebt und verlötet.

So konnten die jungen Solarbastler durch eigenes Tun erkennen, dass aus Licht Strom erzeugt wird und damit Motoren oder andere Maschinen angetrieben werden können. Die Kinder klebten nun die Photovoltaik-zelle auf der Halterung fest und gingen zum zweiten Test, der Seetauglichkeit über.

(Denn was nutzt das schönste Solarboot, wenn es sich im Wasser selbst bei bestem Sonnenlicht nicht bewegt, und wenn es beim Wassertest kentert oder voll Wasser läuft, weil es unfachmännisch gebaut wurde.)

Am hinteren Teil des Bootes, dem Heck, musste ein Tel des Bleches ausgeschnitten werden, um die Schiffs-schraube ins Wasser zu lassen. Das erfordere Fingerspitzen-gefühl, denn ist die Aussparung zu klein, klemmt die Schiffsschraube, ist sie zu groß, fließt Wasser in den Bootskörper und das Boot mußte schnell vor dem endgültigen Nasswerden des Motors gerettet werden. Auch diesen Test bestanden alle Freilassinger Solarboote in dem Kinderplanschbecken auf Anhieb.

Am hinteren Teil des Bootes, dem Heck, musste ein Tel des Bleches ausgeschnitten werden, um die Schiffs-schraube ins Wasser zu lassen. Das erfordere Fingerspitzen-gefühl, denn ist die Aussparung zu klein, klemmt die Schiffsschraube, ist sie zu groß, fließt Wasser in den Bootskörper und das Boot mußte schnell vor dem endgültigen Nasswerden des Motors gerettet werden. Auch diesen Test bestanden alle Freilassinger Solarboote in dem Kinderplanschbecken auf Anhieb.

Nach einigen kleineren technischen Nachbesserungen waren dann alle Boote wassertauglich und können nun nach dem Test im Planschbecken zu einer Wettfahrt der Boote in einem Swimmingpool oder kleinen Teich eingesetzt werden.

Am Beispiel der im Sonnenmonat August gebauten Solarboote aus Solarmotor, Solarzelle und dem Recycling-Materal aus Bierdeckeln, Strohhalmen und einer Fischdose, konnten die Kinder des Solarbastelkurses des Bund Naturschutz auf praktische Art lernen, wie man die kostenlose Sonnenenergie auch im täglichen Leben wie hier beim Basteln von Spielzeug nutzbar machen kann.

(In einem Begleitschreiben wiesen die Veranstalter des Bund Naturschutz, Ortsgruppe Freilassing und Umgebung auf die in den drei Orten Freilassing, Ainring und Saaldorf-Surheim ansässigen Bürgersonnen-kraftwerke hin, die die Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie auf professionelle Art betreiben.

Diese Gesellschaften wollen ihre großen Photovoltaik Anlagen erweitern und nehmen weitere Mitglieder auf. Sie machen im großen Rahmen das gleiche, was die Kinder heute mit ihren Solarbooten praktizierten, die Nutzung des Sonnenlichtes zur Stromerzeugung, hier zum Antrieb von Solarbooten dort zur Einspeisung in das öffentliche Netz. Weiter Informationen unter Telefon 08654-494105 oder auf der Internetseite www.buergerkraftwerke.de)


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