| FREILASSING
(schu) Für das Freilassinger Ferien-programm hat die Ortsgruppe
des Bund Naturschutz eine Solar-bastelkurs für Kinder angeboten.
Aufgrund der großen Zahl von Anmeldungen wurde die Belegungszahl
pro Kurs erhöht und zwei Kurse am Vormittag und Nachmittag
angeboten. Die insgesamt 30 Kinder lernten auf spielerische Art
den umfassenden Einsatzbereich der (uns kostenlos zur Verfügung
stehenden und auf Dauer gewährleisteten) sauberen Energie aus
der Sonne kennen und nutzen.
Zuerst musste eine leere Fischdose fachgerecht mit zwei Bierdeckeln,
(gespendet von einem lokalen Getränkemarkt in der Reichenhaller
Straße) beklebt und damit wieder geschlossen werden. Auf diesen
Bootskörper klebten die Kinder zwei aus mehreren Teilen bestehende
Halterungen für die Photovoltaik Zelle und den Solarmotor.
Sie durften nicht einfach drauf los schneiden, sondern mußten
nach Art des Ingenieurs diese Teile erst ausmessen, dann anzeichnen
und dann erst ausschneiden.
Immer wieder wurden die vom Kursleiter Hermann Schubotz vorgefertigten
Musterteile begutachtet, damit die Flügel und Ständer
an der richtigen Seite angebracht und gerade ausgerichtet wurden.
Den Antriebspropeller klebten die Kinder mit Geschick auf einen
Plastik-strohhalm und achteten darauf, dass er akkurat senkrecht
stand, damit dass Solarboot später nicht zu sehr schlingerte.
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Den Motor klebten
die kleinen Bastler auf der Halterung an und prüften dann die
Schiffs-schraube auf leichte Beweglichkeit.
Der Kursleiter lötete die vorgefertigen etwa zwei Quadratzentimeter
großen und leicht zerbrechlichen Solarzellen an den Leitungen
des Motors fest. Damit war der spannende Augenblick des Lichtestes
gekommen.
Funktioniert der Stromfluß und ist die Schraube beweglich
genug ? Die fehlende Sonne ersetzte man durch eine Lampe, der nun
die Kinder ihre selbst gebastelten Schiffchen entgegen streckten.
Bei fast allen drehte sich die Schiffsschraube sofort. So konnten
die Solarbastler hautnah (und durch eigenes Tun erkennen), dass
aus Licht Strom erzeugt wird und damit Motoren oder andere Maschinen
angetrieben werden.
Die Photovoltaikzelle klebten die Kinder nun auf der Halterung
fest und gingen zum zweiten Test, nämlich der Seetauglichkeit
über. (Denn was nutzt das beste Solarboot, wenn es beim Wassertest
kentert oder voll Wasser läuft).
Das ist insofern heikel, weil am hinteren Teil des Bootes ein Tel
des Bleches ausgespart werden muss, um die Schiffsschraube ins Wasser
zu lassen. Ist die Aussparung zu klein, klemmt die Schiffsschraube,
ist sie zu groß, fließt Wasser in den Bootskörper
der so kentern kann.
Auch diesen Test bestand fast alle Freilassinger Solar-boote in
einer mitgebrachten kleinen Badewanne auf Anhieb. Nach einigen kleineren
technischen Nachbesserungen waren alle Boote "seetauglich".
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(Zu einer Wettfahrt
der Boote war die Wanne zu klein, aber dies läßt sich
leicht in einem Swimming-pool oder kleinen Teich nachholen.)
An dem Beispiel der Schiffe aus Solar-motor, Solarzelle, Bierfilzen,
Strohhalmen und Recycling-Materal wie der Fischdose darstellen,
lernten die Kinder wie man die kostenlose Sonnenenergie nutzen kann,
und dass selbstgebasteltes Spielzeug nicht teuer sein muß.
Die erweiterte Ortsgruppe des Bund Naturschutz ist für die
Orte, Ainring, Freilassing und Saaldorf-Surheim zuständig und
fühlt sich der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet.
Das wollte sie mit ihrem Bastelkurs den Kindern nahe bringen und
deshalb unterstützt sie auch die in den drei Orten ansässigen
Bürgersonnen-kraftwerke.
Diese Gesellschaften, die weitere Mitglieder suchen und aufnehmen,
machen im Prinzip im großen Rahmen das Gleiche, wie die Kinder
mit den Solarbooten, (die Nutzung des Sonnenlichtes zur Stromerzeugung,
hier zum Antrieb von Solarbooten dort zur Einspeisung in das öffentliche
Netz.)
Weitere Informationen gibt es unter Telefon 08654-494103. -schu-
Foto: Stolz zeigen die Kinder ihre Solarboote, die sie bei guten
Lichtverhältnissen im Swimmingpool oder Teich fahren lassen
können.
Foto: Schubotz
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