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1. Todeskampf der Photovoltaik in Deutschland
2. Solarzähler ablesen
1. Todeskampf der Photovoltaik in Deutschland
Torschlusspanik und Ende der Kleinanlagen
Seit 1.1.2009 erhalten nur noch Solarstromanlagen, die der Bundesnetzagentur
gemeldet worden sind, die Einspeisevergütung nach EEG. Die
Datenmeldungen an die Bundesnetzagentur sind deshalb die zuverlässigste
Quelle, aus der sich Fortgang oder Verzögerungen im Ausbau
der PV in Deutschland belegen lassen.
Die auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlichten
PV-Datenmeldungen - durch den SFV
in eine Graphik umgesetzt - zeigen ein erschütterndes Bild.
Zunächst einmal erkennt man deutlich, dass bereits die "regulären"
Absenkungen der Einspeisevergütungen zum Jahreswechsel 2008/2009
(um 5 bis 6,5 Prozent) sowie 2009/2010 (um 8 bis 10 Prozent) erheblich
zu hoch ausgefallen sind. Der Grund für den jeweiligen Einbruch
in der Nachfrage ist bekannt: Beim Übergang von einem Jahr
in das nächste verlängert sich zwar die Laufzeit der Einspeisevergütung
um fast ein Jahr (5 Prozent) aber die Vergütung selbst sinkt
um mehr als 5 Prozent. Würde die Vergütung um weniger
als 5 Prozent sinken, so würden sich Verlängerung der
Vergütungsdauer einerseits und Absenkung der Vergütungshöhe
andererseits in etwa ausgleichen und die jeweilige Torschlusspanik
zum Stichtag der Absenkung würde ausbleiben.
An der Höhe des Balkens im Dezember 2009 erkennt man die Leistungsfähigkeit
der deutschen Installationsbetriebe. 1450 MW wurden in einem einzigen
Monat, sogar in einem Wintermonat, installiert! Doch diese Leistung
soll nach dem Willen von Schwarz/Gelb zukünftig mit 16 Prozent
weniger Vergütung und ab Januar 2011 sogar mit 16% + etwa 10%
= 26 Prozent weniger Vergütung erzielt werden. (Vielleicht
sollten die
Diäten der Bundestagsabgeordneten, die in namentlicher Abstimmung
für diese Entscheidung gestimmt haben, um den selben Prozentsatz
gekürzt werden.)
Besonders bedrückend ist das deutliche Zurückbleiben
der "kleinen Anlagen". Der SFV hat als typische Anlagengrößen
die Anlagen bis 5 kWp sowie die Anlagen über 5 kWp bis 10 kWp
aus den Statistiken gesondert berücksichtigt. Die erstere Größe
passt auf ein Reihenhausdach, die zweite Größe auf ein
größeres Einfamilienhaus. Diesen Kleinanlagen stehen
die mittleren und großen Anlagen gegenüber, die hier
nicht weiter
nach Größen klassifiziert wurden.
Die Graphik zeigt das Problem der Kleinanlagen aus "produktionstechnischer
Sicht" bzw. aus Sicht der Solarinstallateure. Sie zeigt, welch
geringer Anteil der neu installierten Solarmodule überhaupt
noch auf Einfamilienhäusern verbaut wurden.
Die zweite Graphik zeigt schließlich aber auch noch das Problem
aus "sozialer Sicht". Wer hat Anlagen gebaut? Sie zeigt,
wie wenige Einfamilienhausbesitzer überhaupt noch Solaranlagen
auf ihre Dächer gebaut haben. Der Grund für das Zurückbleiben
der kleinen Anlagen liegt zweifellos in der Tatsache begründet,
dass bei den Kleinanlagen bereits seit Januar 2009 die Einspeisevergütung
nicht mehr ausgereicht hat, die Kosten für die Errichtung der
Anlagen zu decken.
2. Solarstrom-Einspeisezähler
Wieder einmal die Erinnerung. Ein Monat ist herum. Bitte den
Solarstromzähler ablesen und Ergebnisse bei http://www.pv-ertraege.de/
eintragen.
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