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Berliner Energiekonferenz Erneuerbare Energien am 6. und 7.
September 2010
Wir wollen, wir brauchen eine langfristige, sichere, wettbewerbsfähige
und ökologisch vertretbare Energieversorgung.
Das prinzipielle Ziel ist unumstritten, der Weg dahin nicht. Die
Politik formuliert das Ziel, wobei sie sich auf – oft gegensätzliche
– Gutachten stützt. Für die Realisierung sind andere
Akteure zuständig. Das gilt für die technische Umsetzung,
für die Wirtschaftlichkeit und für die Sicherheit; insbesondere
letztere ist eine Frage der Technik, nicht der Politik.
In welchem Maße können die neuen Energieträger
zur sicheren Energieversorgung in Deutschland beitragen? Die Schätzungen
liegen weit auseinander. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen
stellt die These auf, dass hundert Prozent Strom aus erneuerbaren
Energien bis 2050 möglich seien. Der Bundesverband Erneuerbarer
Energien hält einen Anteil von fünfzig Prozent Ökostrom
am gesamten Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2020 für möglich.
Die Bundesregierung gibt das Dreißig-Prozent-Ziel vor. Professor
Vahrenholt hält es in einem Spiegel-Interview für möglich,
dass bei größten Anstrengungen bis 2020 rund 25 bis dreißig
Prozent des benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt
werden könnten. Von den meisten prognostizierten Zielen sind
wir noch weit entfernt – trotz eindrucksvoller Erfolge. Nach
Berechnungen des Statistischen Bundesamts liegt der Anteil der erneuerbaren
Energien an der Bruttostromerzeugung bei 16 Prozent.
Der Energiebedarf wird nach Meinungen von Experten steigen, trotz
effizienteren Energieeinsatzes. Insbesondere die Grundstoffindustrie
ist auf sichere und kostengünstige Energieversorgung angewiesen
und die Energiewirtschaft sieht die Gefahren einer Stromlücke
und steigender Energiepreise. mehr zur Konferenz
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