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Bundesregierung stoppt nationalen Klimaschutz
Anlässlich des Förderstopps für erneuerbare Energien
im Wärmebereich sowie der nationalen Klimaschutzinitiative
erklären Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik,
und
Sven-Christian Kindler, Haushaltsberichterstatter für das Umweltministerium:
Schwarz-Gelb stoppt ab sofort die nationale Klimaschutzinitiative
sowie das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmebereich.
Wir haben dagegen den Antrag gestellt, die Sperre beim Marktanreizprogramm
aufzuheben. Die schwarz-gelbe Koalition muss jetzt Farbe bekennen
und dem Antrag am kommenden Mittwoch im Haushaltsausschuss zustimmen.
Gestoppt wurde heute die Förderung: für Solarkollektoren,
Biomasseheizungen, kleine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Wärmepumpen
sowie für Klimaschutzprojekte in Kommunen und das Programm
zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im
Gartenbau.
In Bonn verhandelt Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Röttgen
über Klimaschutz, in Berlin werden Fakten gegen den Klimaschutz
geschaffen. Anspruch und Wirklichkeit können nicht weiter auseinanderklaffen
als bei der Klimaschutzpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung.
Wer im eigenen Land die Programme gegen den Klimawandel stoppt,
kann auch international nicht glaubwürdig für mehr Klimaschutz
streiten.
Die FDP nimmt die Förderung der erneuerbaren Energien in Geiselhaft,
um der Union Zugeständnisse für ihre unseriöse Steuerpolitik
abzupressen. Die Leidtragenden sind die Unternehmen, die im Vertrauen
auf die Seriosität der Politik investiert haben. Geschädigt
werden auch die vielen Antragsteller, die persönlich etwas
für den Klimaschutz tun möchten.
Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise sind diese Mittel besonders
wichtig, da jeder Euro, der hier aus Bundesmitteln zum ökologischen
Umbau der Gesellschaft genutzt wird, noch mal sieben bis acht Euro
an privaten Investitionen mobilisiert und damit die Wirtschaft ankurbelt.
Diese Bundesmittel bringen also einen doppelten Gewinn: zum einen
setzen sie nachhaltige Anreize, Energie zu sparen und künftig
weniger CO2 auszustoßen. Zum anderen werden Arbeitsplätze
im Handwerk und im Mittelstand geschaffen und gesichert.
Berlin, den 3.5.2010
Ihr Hans-Josef Fell MdB, Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/ Die Grünen
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon: 030 - 227 72 158, Fax: 030 - 227 76 369
http://www.hans-josef-fell.de, Bei mir werden Erneuerbare Energien
groß geschrieben!
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